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Harlingen – Stavoren

Der letzte Tag ist eine ruhige Fahrt nach Stavoren. Diesel haben wir nun wieder genug und der Motor schnurrt wie immer brav vor sich hin. Manfred und ich machen uns einen schönen Tag auf See mit viel Sonne, keinem Wind und glattem Wasser. Technisch stellen wir fest, das irgendjemand an Bord Wasser klauen muss. Der Tank ist schon wieder leer. Um 08:56 fahren wir schon aus der Schleuse Kornverdersand in das Ijsselmeer. Die klassischen Ijsselmeerfliegen begrüßen und fressen uns, Mistfiecher, ich erinnere mich!

Gegen Mittag haben wir auch die Schleuse Stavoren genommen und sind kurze Zeit später am Zielort angekommen: Marina de Vreijheid, Stavoren.

Der Hafenmeister und Eigentüner ist sehr nett, begrüßt uns und gibt uns eine Box, in der wir festmachen können.

Ende gut – alles gut kann ich sagen. Alle sind zufrieden, ich bekomme ein Dankeschön von Manfred und wir verabschieden uns herzlich. Ich fahre mit dem Zug nach Hause. Übermorgen wird meine Tochter eingeschult. Da muss ich dabei sein!

Ich war heute faul – keine Bilder. Wir haben einfach richtig abgehangen! Wunderbar!

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Tag 8: Vlieland – Harlingen

Was nicht alles geschehen kann:

Der letzte Tag nach Stavoren – denken wir…

Wir prüfen Diesel, Öl und Wasser wie jeden Tag. Aber wir machen einen Fehler. Wir laufen aus und nehmen Kurs Harlingen. Kurz vor Harlingen biegen wir dann Richtung Kornverdersand / Schleuse zum Ijssenmeer ab.

Genau vor der Hafeneinfahrt Harlingen – natürlich setzt Strömung ein kein Wind – stirbt deer Motor ab. OBERSCH…..Wir setzen noch schnell die Genua, aber es ist zu wenig Wind, wir driften auf Hafenbefestigung zu. NICHT GUT !

Funken lohnt nicht, das duaert zu lange. Ich spurte an Deck und und gebe Handzeichen, das wir ein Problem haben: Mit beiden Armen über dem Kopf hinund her schwenken. Das sollte doch jeder kapieren. Ein Plattboden fährt nach Harlingen rein. Der Skipper / Rudergänger sieht mich und grüßt freundlich zurück. IDIOT

Wer hilft sofort? kleine Motorboote kommen sofort wir die Fliegen und helfen uns SUPER!!!!! Wir werden mit langsamer Fahrt in den Hafen von Harlingen geschleppt und können an einem Anlieger für Plattboden erst einmal festmachen. Puh, das wäre geschafft….

Enriko läuft los zum Hafenmeister. Über Funk sind wir schon durch aller Munde. Der Hafenmeister kommt und – ich glaube es nicht!!! Das einzige, was kommt ist: „Ihr müßt hier weg! Ist mir egal wie, aber weg! Ist der Mann bescheuert? Wir haben keine Maschine und keinen Wind. Wie soll das gehen?

GANZ EHRLICH: Der Hafenmeister von Harlingen ist für mich ein Ar….l….. und ich werde noch der Hafenbehörde schreiben. Keine Hilfe. Wir wissen nicht, was mit unserem Motor geschehen ist.

Ein Abschleppdienst hilft uns dann auf die andere Seite des Hafens zu kommen. Dort dürfen wir laut Hafenmeister hin. Na klar – von dort laufen wir auch eine halbe Stunde um die Hafenmole bis in die Stadt. Super!!!!! Danke Herr Hafenmeister! Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung!

Der Abschleppdienst nimmt Geld. Aber es ist in Ordnung. Manfred und Enriko holen Diesel in Kanistern bei. Über Stunden füllen wir den Tank. Und tatsächlich – mit frischem DIesel können wir den Motor wieder starten!

Was war geschehen? Ich nutze die Zeit während der Dieselbeschaffung an Bord um den Fehler zu finden Nach einer halben Stunden ist klar: Wir haben stets den Lvel im Tank gemessen, aber nicht bedacht, das der Boden des Tanks konisch zuläuft. Das bedeutet, die letzten Inch Diesel entsprechen nur einer sehr geringen Menge Diesel. weil sich der Diesel dort schon im Bereich des Konus befand! Blöder Fehler. Später muss Manfred die Tanks auslitern, um den Füllständen Mengen zuordnen zu können. So was blödes! Aber mit Glück im Unglück ist das Problem gelöst! Hurraa!

Enriko bekommt nun Zeitprobleme. Er wollte eigentlich heute Abend mit Freunden von Stavoren aus nach Hause fahren. nach kurzem Telefonat verläßt er uns. Masch’s gut Enriko, es hat Spaß gemacht mit Dir zu fahren!

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Tag 6 +7 : Helgoland – Vlieland

kurze Zeit nachdem wir auf Helgoland fest gemacht hatten lieft ein schwarzer Segler ein. Er kam zu uns als nächster im Päckchen. Ich sehe den Skipper und überlege krampfhaft: Den Mann kennst Du doch, die Frau kennst Du auch, aber woher? Dei Welt ist klein und dann viel es mir schlagartig wieder ein. Natürlich, das ist das Ehepaar Seifert von Shipshop.de aus Duisburg. Natürlich wird erst einmal geklönt. Ich freue mich sehr die beiden zu sehen. Als ich noch im Ruhrgebiet gelebt hatte, habe ich dort viel, nein, ausschließlich, eingekauft.

Wir verbringen den Tag gemütlich. Ich koche wieder, Enriko und Manfred gehen shoppen. Steuerfrei, das muss sein. Herr Seifert bringt mich von meiner Planung ab morgens ganz früh nach Vlieland auszulaufen. „Der Wind wird nachmittags besser…“ Recht hat er, aber uns läuft ein wenig die Zeit davon, wir müssen weiter.

Wir beraten uns, wie wir weiter machen wollen. Ich wollte morgen eigerntlich nach Borkum. Kein nennenswertes Urlaubsziel, aber ein guten Zwischenstop zum Übernachten.

Aber wir beschließen einen anderen Plan: Wir lassen Borkum Bb liegen und steuern sofort Vlieland an. So sparen wir einen Tag und kommen in den Genuß, einen Nacht durchfahren zu können. Ich zähle auf die Kampfbereitschaft der Mannschaft. So machen wir es!

Ein Nachteil: der Wind flaut immer weiter ab. Wir werden viel motoren müssen.

Wir legen nachmittags ab und verlassen Helgoland ohne ein weinendes Auge. Soooooo schön war es dann doch nicht. Es ist halt nur ein Felsen in der Nordsee…

Ich lege den Kurs so, das wir pflichtgemäß im 90°- Winkel die TSZ’s passieren. Ansonsten steuern wir gemütlich Richtung Vlieland in den Abend und die Nacht hinein. Für diese Überfahrt vererinbaren wir eine 4- Stunden- Schichtteilung: 4h am Steuer, 4h Standby, 4h schlafen. Das klappt ganz gut denke ich.

Meine Schicht ist eigentlich um 01:00 beendet. Manfred kommt ins Cockpitt. Aber er hat Probleme die Armaturen abzulesen. Für seine Augen ist es zu dunkel. Also hänge ich noch 4 Stunden hinten an und steuere bis 04:20. Enriko löst mich dann ab, Er hatte vor mir schon etliche Stunden gemacht und viele Stunden im Cockpit standby geschlafen. Das ist mal richtiges Reisen! 🙂

Heute morgen gegen 09:00 liegt Ameland querab. die ganz Nacht ruhig, Silbermond und angenehmes fahren.

Die Maschine läuft ruhig weiter und wir erreichen Vlieland in brütender Sonner um 15:40 und werden vom Hafenmeister (fährt mit Boot im Hafenbecken zur Einweisung, sehr nett) an einen Platz gewiesen. Wir liegen im Päckchen mit einem Segler. Schön. FEIERABEND! Das war eine lange,aber schönes Schicht.

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Tag 5: Helgoland

Heute soll der Wind so drehen, das wir die Route Richtung Vlieland gut kreuzen können! Warum? Im Wendepunkt liegt Helogoland. Und dort wollen wir hin! Deutschland’s einzige Hochseeinsel lockt unsere Neugier – ok, die Neugier der Ostseesegler unter uns 🙂

Wir sollten gut am Wind segeln können. Uns wurde gewahrsagt: Wind aus S/SSW 3-4, See 0,5m, Sonne Juchuuu. Uns kann es nciht haloten, das wir dein bestcase- Segeltag. 06:00 Uhr laufen wir aus – der Wettergott könnte seine Meinung ja noch ändern. Das wollen wir nicht abwarten.

Ok – anfags könnte uns der Wind etwas holder sein – die meisten Segler ziehen gut an uns vorbei. Für uns ist der Wind noch etwas zu schlapp. Aber dann kommt er, der herbeigesehnte Wind. Nicht ganz S, aber so what, die Laken stehen gut. lass knacken.. So macht das Segeln Spaß. Ich schaue durchs Fernglas und wundere mich, das die Segler vor uns sich so aufplustern. Ah – sie kommen wieder näher 🙂 Das ist wohl unser Wind, nicht deren… Danke Rasmus! So mut dat!

Wir haben einen schönen Segeltag – wenn auch kurz. Wir genießen unseren Speed und – mal ganz ehrlich: als der Genacker des Plattboden, das vorhin erst an uns vorbeigeflogen ist, reißt, kommt etwas Schadenfreude auf. Da wird gleich noch einmal an den Schoten gezupft. Da muss doch noch etwas mehr drin sein! Aber bevor wir die Aak eingeholt haben müssen wir den Kurs ändern und weiter Richtung Norden steuern. Adieu et bon voyage ennemi bien-aimé!!

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Tag 4 Cuxhaven

Manches Mal neige ich dazu bei Planungen Nebenzeiten zu vergessen. Was ist das ? Ganz einfach: Zeiten für Nahrungsmittelbeschaffung, Diesel bunkern, Wasser etc. Ich nehme diese Zeiten mit in die Strecke und denke mir bei der Planung: Das passt noch ‚rein, ohne das ich die Planung ändern muss. Aber da hat mir dieses Mal die Independence’s Maschine einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir konnten gestern nicht mehr durch die schleuse Brunsbüttel und nach Cuxhaven fahren. Also müssen wir das heute tun.

Somit ist der Zeitplan um einen Tag gestört: Wir benötigen auch neuen Diesel, Futter…. Somit beschließen wir, einen Tag in Cuxhaven zu verbringen, bevor wir nach Helgoland aufbrechen. Ach ja, da war noch etwas: Der Wind wird auch besser für uns, wenn wir einen Tag warten 🙂

Um 09:30 laufen wir aus der Schleuse Brunsbüttel auf die Elbe aus. Wind W 3-4, See 0,2m, 1017 hPa leichte Bewölkung. Die Maschine macht uns gerade keinen Kummer, aber wir bleiben langfristig bei ca 2000-2200 Umdr. und erreichen Cuxhaven pünktlich zum Mittagessen. Feierabend für heute. Bunkern und planen für morgen.

Die Marina „Segler- Vereinigung Cuxhaven eV“ ist eine schöne Marina mit Anschluß an EInkaufsmöglichkeiten, 24/7 Dieseltankstelle und ein schönes Ort zum Entspannen.

Manfred und ich entscheiden: Wir gehen einkaufen – Lidl ist nicht weit. Ich sag noch > 3 Mann ist besser < , setze mich aber nicht durch. Wir beide leiden bitter auf dem Heimweg! Vollgepackt mit großen Tüten, jeder so um die 30-40 kg an den Händen schluffen wir prustend Richtung Marina zurück. Jede Parkbank willkommen, Jede Paus ein Genuß. Was früher noch mit Durchhalteparolen gewuppt wurde, bremst jetzt Rücken, Nacken, Fuß und Hüfte auf’s Schärfste aus. Der Einkauf wird bis zum Schiff zum Überlebenstraining und wir sind Beide froh, das Futter endlich an Bord hiefen und unter Deck verstauen zu können. WHOU – da fehlt ein Einkaufskarren 🙂

Aber: mein Wunsch : Weg von den Dosen, hin zum frischen Futter findet allgemeinen Anklang und zu meinem Glück treffe ich die Gaumenwünsche der Mannschaft. Puh – ich werde nicht Kiel-geholt 🙂