Wir hatten uns dazu entschlossen, das Unterwasserfschiff mit Cuppershield zu beschichten, da wir langfristig von einer Neubeschichtung befreit sein wollen.

Dazu erforderlich ist ein glatter Untergrund, damit wir eine glatte „Unterwasserwelt“ erhalten, die wir über viele Jahre mit Schriubber und Schleifmittel erfolgreich pflegen können.

Der Voreigner von ELDON versicherte uns, Eldon’s Rumpf sei exzellent mit Epoxy und Cuppershield 2006 saniert worden. Aber er hatte ja trotz hervoragender Arbeit (?) das Cuppershield über Jahre mit Antifouling überpinselt. Ich hatte ja schon über das Abbeizen und Kratzen der beliebig vielen Schichten berichtet.

Aber das sollte wohl noch nicht alles sein: Ich dachte, ich schleife nun das Unterwasserschiff, damit ich das neue Cuppershield auftragen kann – weit gefehlt….

Selbst nach intensivem Schleifen mit Körnung 40 (!) ist es nicht möglich, ein glatte Oberfläche zu erzielen, auf der man wieder neu aufbauen kann. Natürlich kann ich alle Beschichtungen bis auf das Laminat herunter schleifen, aber das kann ja eigentlich nicht das Ziel sein.

Was ist geschehen? Die Arbeiter der Werft hatten vor 10 Jahren eine Dicke Epoxybeschichtung „an die Wand geworfen“. Anders kann man das gar nicht erklären: dicke Tränen des Materials liefen damals am Rumpf herunter und sind so ausgehärtet. Das Material wurde anscheinend aufgetragen, als es schon auf dem Weg des Aushärtens war. Als Ergebnis hat sich eine Krater landschaft gebildet, die tiefe Löcher und höhe Pickel gebildet hat. Und diese Oberfläche wurde dann mit Cuppershield gepinselt.

Diese Oberfläche kann ich nun nicht mehr schleifen: Während an einer Stelle schon die Epoxybeschichtung weggeschliffen ist, ragt direkt daneben noch Antifouling aus einer Vertiefung. Als Resultat muss ich sehr viel Material abtragen und kann eigentlich die damals aufgetragene Beschichtung mit allen Schichten wieder abtragen.

Während der Arbeit wurde mir klar warum damals das Cuppershield nicht geschliffen wurde, um das Kupfer zu aktivieren: Nach Abschluss dieser grausigen Arbeit einer Werft kann man nicht mehr schleifen, ohne alle wieder herunter zu schleifen. Also hat die Werft alles sich selbst überlassen und der damalige Eigner fand nach 3 Monaten das Unterwasserschiff komplett bewaldet vor und hat enttäuscht Antifouling über das Cuppershield gemalt und festgestellt, das das Cuppershield nicht funktioniert. Was ein Pfusch und Betrug!

Was tun?

Ich habe nun die folgende Strategie:

Die Beschichtung unter dem Cuppershield und das Cuppershield selbst sind Epoxy – basierte Systeme, also 2 Komponenten Produkte. Ich werde nun die Oberfläche sowiet schleifen, das ich eine überwiegend glatte Fläche bekomme, aber von der weißen Epoxybeschichtung nicht zu viel abtrage. Mit Schleiffilz und allen weifchen Schleifmitteln, die ich habe werde ich die Vertiefungen leicht anrauen, damit ich einen haftfähigen Untergrund erhalte.

Auf dieser Oberfläche schaffe ich dann Haftung mit einem Primer auf Epoxybasis. Danach wird das ganze Unterwassefschiff gespachtelt und geglättet, bis eine saubere, glatte Oberfläche entsteht, auf der ich dann das neue Cuppershield auftragen kann.

Eine irrwitzige Arbeit, die wohl einiges an Zeit in Anspruch nehmen wird. Eine anderen Weg kann ich aber nicht erkennen. Puh. Absoluter Irrsinn.

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