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Klassisch oder modern?

Woran denkst Du, wenn Du an „die Seefahrt“ denkst? Welches Werkzeug kommt Dir zuerst in den Sinn ?

GPS – Gerät, Schraubenzieher, Kartenplotter, Zange

Oder ist es eher

Sextant, Marlspieker, Takeling

Für mich war der Inbegriff der Seefahrt stets die Tradition, seemännisches Werkzeug und althergebrachte Kultur (Den Glauben an Seeungeheuer lasse ich jetzt einmal beiseite 🙂 Das ist ja umstritten)

Vor einiger Zeit habe ich mich entschlossen, neben dem Klicken auf dem Touchpad eines Kartenplotters auch der Tradition der klasssichen Navigation zu frönen. Wir haben alles Bord für diese Art der Navigation: Peilscheibe, Schlepplogge – nein, keine Sonnenscheibe oder Knotenbrett. Aber eines fehlte noch: Für die hohe See gibt es da nur ein akzeptables Werkzeug: Den Sextanten. Für mich der Inbegriff der Seefahrt und der Navigation.

Nun können wir auch exakt mit einem Sextanten navigieren. Und wer Lust verspürt, kann dies an Bord auf See testen und erlernen. Das aktuelle Jahrbuch ist stets an Bord. Nach den Sternen schauen müsst Ihr selbst!

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Energieversorgung an Bord

Gas, Elektrik, Diesel – was soll man an Bord nutzen ? Die Diversifizierung hat immer den Vorteil, das bei Ausfall eines Energieträgers noch andere (für einen Teil der Aufgaben) zur Verfügung stehen. Alles auf eine Karte setzen – das ist komfortabel, aber bei Ausfall des einen Energieform stehst Du auch gleich im Regen!

So war meine erste Planung: Diesel für den Antrieb, Gas/ Petroleum zum Kochen und Strom in der bordüblichen Spannung 12V / 24V für die elektrischen Verbraucher Licht, etc… Eine gute Aufteilung, aber auch mit den Nachteilen der Gasbeschaffung in anderen Ländern, Risiko bei technischem Versagen und für die 12/24V – Anlage Beschaffungsprobleme für Geräte wie z.B. Wasserkocher, Haarfön, …. die wollen alle 220V – oder taugen nicht viel (meine Meinung)

Manch eine weicht ab und installiert einen Dieselkocher. Finde ich super, diee Kocher (Hersteller Wallas, wennn ich mich nicht irre) bieten tolle Geräte an. Aber günstig ist das nicht. Und was mich ärgert: Wieder in Loch im Deck für einen Auspuff, wieder Dieselleitungen und und und .

So ist (war?) die übliche Verteilung an Bord. Richtig?

Auf Strom umstellen wäre natürlich schön. Aber dazu benötigt man in der Bleiakkuzeit doch recht respektable Mengen an Bleiakkus. praktisch nicht zu realisieren. Es sei denn, der Generator – sofern an Bord – läuft bei jedem Anspruch mit. Hast Du schon einmal einen Kuchen gebacken und der Generator läuft mal eine Stunde mit? Das macht keinen Spaß, fürchterlich, das ewige (laut oder leise) Gedröhne. Über den Antrieb denke ich erst gar nicht nach: WIr haben einen Motorsegler, deutlich über 25to Verdrängung, der Leistung benötigt. Da vergessen wir mal einen schicken Elektromotor….

Dann habe ich zu den Lithiumzellen herübergeschaut und nach einigen Videos der Aufklärung über Entladung und nutzbare Kapazität kam ich doch recht zügig zur Erkenntnis, das der Vorteil des leichteren Gewichts, der geringeren erforderlichen Kapazität mich trotz der stolzen Preise überzeugt hat; Kann ein Bleiakku nur ca. 50% seiner Kapazität zur Verfügung stellen (wenn er längere Zeit leben soll), so kann der Lithium-Ionen akku 80% seiner Kapazität geben und schadlos wieder laden. Aus dem Verhältnis wird klar: bei Nutzung von Lithium-Ionentechnik benötigst Du nur ca. 65% an Installierter Kapazität. Mit diesem Wissen findest Du bei Batterieherstellern für GUTE Blei Batterien Lösungen, die im Vergleich nur geringfügig günstiger sind. Ich habe die Lithium- Ionentechnik nicht mit den Billigbatterien verglichen, denn meine Anforderung auf See heißt: Technik soll zuverlässig sein!

Unsere Dieselkapazitäten belaufen sich auf 2to = ca. 2000 Liter. Da kann man schon eine Weile zurecht kommen, bevor wir wieder an die Zapfsäule müssen. Warum dazu noch ein Gaslager achtern ? Unser Gaslager umfaßt 3 große 11 kg Gasflaschen (die alten englischen waren mit 15kg sogar noch größer). genug Gas, um weit über ein halbes Jahr kochen zu können. Problem: wo füllt man sie wie im Ausland auf? Das ist ein echtes Thema. Meine Vorstellung schwere Gasflaschen im Ausland dann noch kilometerweit schleppen zu dürfen hat mir den Rest gegeben: Ich mag Gas zum Kochen, aber es muss anders gehen.

Nun haben wir uns entschlossen, das wir auf die Lithium-Ionentechnik setzen. Damit wollen wir das Gas von Bord eliminieren, das Kochen und Backen auf Elektrik umstellen und gleichzeitig alle primären Energieträger von Bord – außer den Diesel – verbannen.

Mit ausreichend elektrischer Energie, die dann auch gut auf der 220V – Ebene erzeugt werden, setzen wir in der Küche auf Strom, was uns einen großen Markt an Geräten und Annehmlichkeiten zufüßen legt, die man mit Gas einfach nicht hat: Der Gasofen muss Yacht-zugelassen sein, sonst gibt es keine Abnahme für die Gasanlage. Solche Diskussionen entfallen. Brötchen aus diesen „Yachtzugelassenen“ Öfen sind immer irgendwo leicht angebrannt, der Ofen ist eng. Über Kuchen backen denke ich jetzt nicht nach. Nö – das ändern wir jetzt.

Gewonnen haben wir ein vollwertiges 220Volt – Netz an Bord für allerlei Anwendungen. Gewonnen haben wir achtern Stauraum, weil 3 große Gasflaschen wegfallen. Das ist sehr gut. Gewonnen haben wir annehmliches Kochen und Backen, viel weniger Hitze unter Deck beim Kochen. Das freut gerade bei warmen Außentemperaturen sehr!

Wie sieht unser Netz nun aus?

  • Die Batteriekapazität beläuft sich zukünftig auf 400Ah 24 Volt
  • Ein Spannungswandler (Victron Energy Quattro 5000: liefert 5kW 220V Strom und managed die Batterien, den Generator und den Landstrom
  • der Trenntrafo – auch Victron Energy trennt das Schiff vom Landnetz (PE – Leiter) Somit ist ein galvansicher Effekt von Land aus nicht mehr möglich. Der Trafo kann maximal 3.5 kW zur Verfügung stellen.
  • 24 Volt – Netz
  • 12 Volt – Netz
  • Generator 4,5 kW
  • Solarpanels (die Größe wird noch festgelegt)
  • Kochen: 220V Induktionskochfelder, je 2000W
  • Backofen 220V
  • Heißwasserboiler 80L 220V, 24V

Der Quattro 5000 kann über den Steuerstand geregelt werden: Wieviel Landstrom darf gezogen werden? Wieviel Strom muss aus den Batterien entnommen werden? Wann muss der Generator zugeschaltet werden?…. Das regeln die Steuerungen bevor etwas schief geht.

Mein Wunsch ist, das der Generator automatisch gestartet wird, wenn mehr Strom benötigt wird. Aber das schiebe ich noch etwas auf.

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Kochen

Ich überlege seit einiger Zeit, wie das Kochen an Bord zukünftig besser ablaufen kann, wenn größere Mengen gekocht werden müssen. Der letzte Törn hat mir gezeigt, das die Töpfe recht gut gefüllt sind und das doch sehr aufgepasst werden muss, wenn es nicht überschwappen soll.

Was kann man besser machen?

Ich habe gute Erfahrungen mir Schnellkochtöpfen an Bord gemacht, wie viele Andere auch. Es kocht sich viel schneller, spart Energie – und – der Deckel ist geschlossen und man muss nicht ständig umrühren: Deckel hoch (Wohin bei Seegang) Umrühren – Löffel fliegt herum – Deckel wieder zu, aufwischen, Arbeitsplatte sauber machen ……

Meine Antwort für 2020: Ein elektrischer Schnellkochtopf, fest installiert mit kardanischer Aufhängung und in einer Höhe angebracht, die komfortabel ist. Also bin ich auf die Suche und habe mich für einen Instant Pot 8 Liter entschieden. (Könnte noch etwas größer sein, aber ich habe keinen größeren gefunden.

Der Instant Pot ist bekannt, elektrisch mit Programmen, kann leicht bedient werden und ist gut zu reinigen. Außerdem kann man verschiedene Töpfe hineinstellen, also auch mehrere Dinge nacheinander abarbeiten, wenn es sein muss.

Ich werde eine kardanische Aufhängung konstruieren. Dann kommt der Pot in der Pantry an die Wand (neben die Arbeitsplatte und wird dort fest verdrahtet. Bei Seegang kann er frei über sein Eigengewicht verfügen und mitschwingen. Ich freue mich auf die Arbeit am Pot. Erste Kochversuche gehen sich gut an und machen Spaß.

Der Pot arbeitet mit 220 Volt – das ist zukünftig an Bord kein Thema mehr. Aber dazu später mehr!

Hier isser:

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Gedanken zur Sicherheit an Bord: die Rettungsweste

Neben all der Freude an Bord schaue ich immer wieder auf das Thema Sicherheit. Wir alle – ich eingeschlossen- sehen nur zu gerne die Freude, das Abenteuer und das Positive des nächsten Segeltörns.

Mal Hand auf’s Herz: beim nächsten Chartertörn kommt doch maximal die Frage “ habt Ihr Rettungswesten an Bord mit Gurt? ‚ oder muss ich etwas mitbringen? “ die Frage stellt sich eigentlich nicht weil immer Rettungswesten an Bord sind. Aber wir denken an das Gepäckgewicht.

Wer hat das letzte Mal gefragt, welche Rettungswesten mit welcher Ausstattung an Bord sind und sich die Frage gestellt: kann ich im Ernstfall damit überleben? Komme ich zurück an Bord ?

Ich habe für mich – auch aus bitterer Erfahrung – folgende Regeln für eine Rettungsweste auffestellt, die ich trGen möchte:

  1. Die Rettungsweste sollte nicht größer als die 150N- Klasse sein. Richtig- schwere Menschen werfen ggg. Nicht sicher gedreht (Ich gehöre dazu). Aber mit einer riesigen >=280N Weste kommt man eh nicht an Bord. Versucht einmal mit einem Riesen Ballon vor dem Bauch eine Leiter hoch zu steigen. Geht nicht! Auch in der >=280N Klasse drehen manche Westen nicht sicher. Siehe Tests auf YouTube. Ja, vielleicht gehe ich damit das Risiko mit einer mangelnden Ohnmachtsabsicherung ein. Aber ich vertrete die Meinung, das bei einer Ohnmacht / Besinnungslosigkeit insgesamt so große Probleme auftreten, das dieses Problem dann nur eines von Vielen ist.
  2. Spraycap. Für mich kommt nur eine Weste mit integrierter Spraycap in Frage. Alles andere ist auf See Selbstmord. Schaut Euch unten die Bilder von der Sicherheitsausbildung an. Ich denke, die sprechen für sich. Du wirst schlicht überspült. Das mag ein, zwei mal funktionieren. Irgendwann kannst Du den Rhythmus nicht mehr folgen und atmest im falschen Moment. Dann ertrinkst Du – trotz und mit Weste
  3. D-Ring, Beingurt, Pfeife, Hilfs- aufblaserüssel, sichere Selbstauslösung: ich denke, das ist obligatorisch. ABER Vorsicht: manchen Rettungswesten haben keinen D-Ring! Der D-Ring ist er Edelstahlring vorne an den Leinen, in den Du eine Rettungsleine einpicken kannst. Ich habe selber noch Rettungswesten an Bord, die keinen D-Ring haben. Wie willst Du mit Leinenhilfe an Bord kommen, wenn Du nichts zum einpicken hast?
  4. Jetzt geht es noch einen Schritt nach vorne: Wir lernen alle, das derjenige, der zuerst sieht, das ein Crewmitglied über Bord geht, schreien soll und mit dem ausgestreckten Arm auf den POB (Person over Board) zeigen soll. Was aber, wenn die Wellenhöhe das gar nicht zulässt? Nach einigen Metern Entfernung wirst Du schon bei moderater See den POB nur noch dann und wann auf dem Wellenberg sehen. Ansonsten ist er schlicht aus der Sicht. Ein Signal zum nächsten Satelliten ist recht schön, aber es hat doch etwas, wenn Du direkt an Bord sehen kannst, wo der POB ist. Nämlich mit AIS! Besser geht es doch gar nicht. Ich halte ein kleinen persönliches AIS für absolut wichtig. So kannst Du nicht verloren gehen. Das ist unmöglich! ALSO: AIS- Sender muss sein!
  5. Lifebelt: Ein Sicherungsgurt verhindert ein über Bord gehen sicher: Bist Du angeleint, kannst Du nicht weg – ganz einfach. Aber: probiere mal aus, ob Dich Deine Lifebelt auf der nächsten Yacht auch sicher schützt! Oder fällst Du angekettet doch über Bord und hängst dann an der Leine außenbords am Rumpf? Ein Lifebelt sollte zwei Punkte zum einpicken haben und flexibel sein, moderne gesicherte Karabiner haben und in Verbindung mit dem Punkt zum Einpicken (Strecktaue..) Dich sicher an Bord halten.

Bei uns an Bord gibt es nur Rettungswesten mit all den Funktionen, wie ich sie beschrieben habe. Ich halte das für sehr sicher, zweckmäßig und für gute Seemannschaft. Im Zweifel geht die Sicherheit vor!

Schau Dir mal die Bilder an. Eine Person wird locker von kleinen Wellen überspült und hat dann keine wirkliche Überlebenschance! Mit den beschriebenen Sicherheitseinrichtungen ist eine Situation wie auf den Bildern dokumentiert beherrschbar!

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GPS – Tracker

vor 2 Tagen kam unser GPS – Tracker, den wir uns für unsere Törns ausgesucht haben: Spot Gen3 heißt er. Ich habe mir das Leben leicht gemacht: Was machen die Anderen, das kaufe ich auch. Der Spot Gen3 ist dabei herausgekommen.

Die erste Route verläuft über Land – ich wollte das Gerät gerne testen und habe ihn mit mir herumgefahren.