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Unterwasserschiff schleifen

Wir hatten uns dazu entschlossen, das Unterwasserfschiff mit Cuppershield zu beschichten, da wir langfristig von einer Neubeschichtung befreit sein wollen.

Dazu erforderlich ist ein glatter Untergrund, damit wir eine glatte „Unterwasserwelt“ erhalten, die wir über viele Jahre mit Schriubber und Schleifmittel erfolgreich pflegen können.

Der Voreigner von ELDON versicherte uns, Eldon’s Rumpf sei exzellent mit Epoxy und Cuppershield 2006 saniert worden. Aber er hatte ja trotz hervoragender Arbeit (?) das Cuppershield über Jahre mit Antifouling überpinselt. Ich hatte ja schon über das Abbeizen und Kratzen der beliebig vielen Schichten berichtet.

Aber das sollte wohl noch nicht alles sein: Ich dachte, ich schleife nun das Unterwasserschiff, damit ich das neue Cuppershield auftragen kann – weit gefehlt….

Selbst nach intensivem Schleifen mit Körnung 40 (!) ist es nicht möglich, ein glatte Oberfläche zu erzielen, auf der man wieder neu aufbauen kann. Natürlich kann ich alle Beschichtungen bis auf das Laminat herunter schleifen, aber das kann ja eigentlich nicht das Ziel sein.

Was ist geschehen? Die Arbeiter der Werft hatten vor 10 Jahren eine Dicke Epoxybeschichtung „an die Wand geworfen“. Anders kann man das gar nicht erklären: dicke Tränen des Materials liefen damals am Rumpf herunter und sind so ausgehärtet. Das Material wurde anscheinend aufgetragen, als es schon auf dem Weg des Aushärtens war. Als Ergebnis hat sich eine Krater landschaft gebildet, die tiefe Löcher und höhe Pickel gebildet hat. Und diese Oberfläche wurde dann mit Cuppershield gepinselt.

Diese Oberfläche kann ich nun nicht mehr schleifen: Während an einer Stelle schon die Epoxybeschichtung weggeschliffen ist, ragt direkt daneben noch Antifouling aus einer Vertiefung. Als Resultat muss ich sehr viel Material abtragen und kann eigentlich die damals aufgetragene Beschichtung mit allen Schichten wieder abtragen.

Während der Arbeit wurde mir klar warum damals das Cuppershield nicht geschliffen wurde, um das Kupfer zu aktivieren: Nach Abschluss dieser grausigen Arbeit einer Werft kann man nicht mehr schleifen, ohne alle wieder herunter zu schleifen. Also hat die Werft alles sich selbst überlassen und der damalige Eigner fand nach 3 Monaten das Unterwasserschiff komplett bewaldet vor und hat enttäuscht Antifouling über das Cuppershield gemalt und festgestellt, das das Cuppershield nicht funktioniert. Was ein Pfusch und Betrug!

Was tun?

Ich habe nun die folgende Strategie:

Die Beschichtung unter dem Cuppershield und das Cuppershield selbst sind Epoxy – basierte Systeme, also 2 Komponenten Produkte. Ich werde nun die Oberfläche sowiet schleifen, das ich eine überwiegend glatte Fläche bekomme, aber von der weißen Epoxybeschichtung nicht zu viel abtrage. Mit Schleiffilz und allen weifchen Schleifmitteln, die ich habe werde ich die Vertiefungen leicht anrauen, damit ich einen haftfähigen Untergrund erhalte.

Auf dieser Oberfläche schaffe ich dann Haftung mit einem Primer auf Epoxybasis. Danach wird das ganze Unterwassefschiff gespachtelt und geglättet, bis eine saubere, glatte Oberfläche entsteht, auf der ich dann das neue Cuppershield auftragen kann.

Eine irrwitzige Arbeit, die wohl einiges an Zeit in Anspruch nehmen wird. Eine anderen Weg kann ich aber nicht erkennen. Puh. Absoluter Irrsinn.

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Planung für das kommende Jahr

Wer will heute noch Aussagen machen, die weiter als 3 Wochen reichen? wirklich nicht einfach.

Wir haben dennoch unsere Planung für das kommende Jahr aufgestellt, weil wir daran glauben wollen, das in der 2. Hälfte 2021 das Thema Corona (oh mann, gibt es mal etwas anderes?…) weltweit besser greifbar ist.

Also: Wie sieht unser Törn für 2021 aus ?

Wir möchte gerne einen Teil der entfallenen Nordtour nachholen. Das bedeutet südliches Norwegen bis Bergen, Shetland, Orkney’s, Hebriden, Schottland. Danach wollen wir an Irland vorbei Richtung Süden segeln bis Brest.

Atlantikrunde 2021 / 2022

Im Anschluss daran folgt eine Atlantikrunde über die Biskaya, Madeira, Kanaren. Weiter geht es über den Atlantik in die Karibik mir der ARC 2021. Wir möchten uns gerne der ARC anschließen, einfach zum Spaß haben und Menschen kennen lernen.

In der Karibik angekommen werden wir einige Monate die Inseln vor dem Wind Richtung Norden entdecken, Spaß haben und auch kräftig segeln. Aber es wird auch Törns geben, die viel Badespaß erlauben. Zum Ende der Karibiksaison segeln wir dann Richtung Nord wieder über den Atlantik zurück nach Europa. Die Azoren werden ein Zwischenstopp, ohne den es nicht geht. Horta ist ein MUSS. Bermudas noch offen. Danach segeln wir zurück nach Deutschland, wo wir ca. im Mai 2022 wieder ankommen werden.

Die Reise ist unterteilt in 2 – Wochentörns, welche stets an guten Verkehrsanschlußpunkten starten und enden, sodass Ihr über schnelle An- und Abreisemöglichkeiten verfügen könnt. Natürlich arbeiten wir auch die An- und Abreise für Euch aus, so weit dies uns möglich ist.

Die Atlantiküberquerung in die Karbik ist mit 4 Wochen geplant, damit Ihr sicher und pünktlich wieder nach Hause kommt.

Die Rückreise nach Europa wird entweder über die Bermudas führen oder direkt nach Horta. Aber auch hier könnt Ihr ca. 4 Wochen für den großen Schlag kalkulieren.

Bevor die exakten Törns zusammengestellt sind könnt Ihr die ungefähren Zeiträume für die Törns schon einmal im Bereich Törnangebote nachschlagen: https://www.mseldon.de/toern-angebote/

Sprecht mich bei Interesse gerne an. In den nächsten Wochen folgen die genauen Daten.

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Ausbildung unter Corona

Wenn früher die Frage: „wird das Boot ordentlich sein und zum rechten Zeitpunkt zur Verfügung stehen“ im Vordergrund standen, dann hat sich dieses Jahr wohl vieles verändert. Nach dem Lockdown im Frühjahr hatte sich die Situation entspannt und wir hatten alle wohl das Gefühl, das Corona bald als Andenken in den Erinnerungen verschwindet. Aber da haben wir wohl die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Kaum das der Sommer mit seiner Urlaubszeit dahin rafft meldet sich pünktlich zur Erkältungssaison dieses kleine Scheißerchen zurück, das wir hasserfüllt Corvid 19 getauft haben. Blöder Name – blöder Virus. total Überflüssig.

Aber wir müssen mit ihm leben – und hoffentlich ist er bald auf und davon.

Da ich dieses Jahr die große Tour zum Nordkap Corona bedingt absagen musste, fahre ich ja seit Ende des Lockdowns in der Ausbildung für Segelschulen und bilde SKS und SSS mit anschließender Prüfung aus während ich ELDON ordentlich überarbeite.

Das ist derzeit auch ein Tretmienenfeld: jede Woche kommen neue Meldungen zu Corona und niemand weiß, ob einen Tag später der Törn noch im gleichen Gebiet beendet werden kann. Mich hat es nun auch erwischt: Nein, nicht mit Corona, aber mit den Auswirkungen:

Wie des Öfteren waren wir mit einem Törn in den Niederländischen Nordseegewässern um Nordholland unterwegs. Der Törn kam dem Ende nahe, da wurde im letzten Augenblick Nordholland zum Risiko gebiet erklärt. Zwei Tage später hat mein Sohn Kommunion, aus dem Frühling in den Herbst verlegt.

Ich habe mich mit dem Gedanken, ohne Überprüfung eine Familienfeier zu besuchen, bei der auch ältere Menschen anwesend sind (meine Ma mit über 80) nicht wohl gefühlt und habe zu Hause einen Test angestrebt – schnell und gut. Und dann zur Feier… So mein Wille.

Was ist geschehen: das Gesundheitsamt teilt mir mit, das ich in Quarantäne bleiben muss. der Arzt teilt mir mit, das es keinen verlässlichen sofortigen Test gibt und das erst nach dem Wochenende getestet werden kann. SUPER!!!! Papa nimmt an der Kommunion seines Sohnes nicht teil, ist nun amtlich weggesperrt. Ich musste zu Hause sitzen, während einer meiner Liebsten ein wichtiges Ereignis hat. Das hat mich deutlich in den Keller gezogen und sehr sehr traurig gemacht. Naja – es ist überstanden, wir alle haben die Situation verdaut und ich fühle mich heute wieder gut, wenn ich meinen Jungen lachen sehe.

Isser net knuffisch?

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Endlich wieder auf dem Wasser

Nach gefühlt endlosem Corona- Sabbatical bin ich endlich wieder auf dem Wasser und kann segeln. Die Boote schwimmen noch und das Wasser ist immer noch nass- Unglaublich !

Felix und Marco sind meine beiden Crewmitglieder. Ein super Team! Aber es kommt noch besser: Wir sind mit zwei Schiffen unterwegs und haben es geschafft, beide Schiffe / Crews soweit zusammen zu bringen, das eine kleine Gemeinschaft zusammen kam. Mir hat es irre viel Spaß gemacht und ich habe mich gefreut, das Felix die Prüfung locker „abgeritten ist“ und bestanden hat! Herzlichen Glückwunsch Felix und allzeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!!!

Ich hatte im Netz Kritik geerntet, man können doch keine Turbo- Ausbildung unterstützen und eigentlich muss die ganze Leistung von Felix in Frage gestellt werden, weil schlicht nicht möglich. Wißt Ihr was? Alles Bullshit, Es lief einfach gut und Felix hat Blut geleckt. Perfekt!

Und Eines möchte ich auch hier einmal frage / sagen: Warum muss in Deutschland stets alles schlecht geredet werden? Haben wir eine so negative / depressive Kultur aufgebaut, das wir derart viele Kritiker (negativ), Neider und Miesredner benötigen? Ich war sehr froh, das viele auch anderer Meinung waren! Danke Euch dafür.

So, jetzt aber einige Bilder von unserem Törn. Wir habe in der kurzen Zeit wirklich alles durchgemacht, was man für einen Start benötigt- inklusive Nachtfahrt. Und ich kann bestätigen: Die Beiden habe es nicht geschafft, mich im Salon von der Matte zu schmeißen 🙂 Ich habe mich tapfer verkeilt und blieb auf der Bank :).

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Ein Rückblick auf die Sanierung des Ruderhauses

Schaut man zurück, so sind die Rückenschmerzen vergangen, die Wunden verheilt, die Seele wieder frei. Aber zu Beginn unseres Martyriums sah das noch ganz anders aus.

Mir schwelgen noch die Worte des Maklers und des Gutachters in den Ohren: you must change the Plywood left and right in the Cockpitt. But this is not so big deal“. Fachkundig hämmert er die Wand entlang und erklärt mir: alles gut.

Ich möchte keine Geld für diesen Berufsstand mehr ausgeben. Aber leider muss man das ja immer wieder.

Ich begann im Frühjahr 2018 mit der Sanierung der beiden Platten… Und dann kam Schlag auf Schlag das Dilemma mit der Rückseite des Ruderhauses. Schlussendlich stand fest: „hier kannst’e nix mehr retten – hol Bodo mit der Kettensäch..“

Die Monate vergingen und ein Bauteil nach dem Anderren flog vom Schiff: die Seitewände des Ruderhauses, die Rückwand des Rufderhauses, Teile des Daches des Ruderhauses, Elektrik, die im Weg lag, Fenster weg und und und….

Als ich in der Backkiste Stb ankam ging es so weiter und ich mußte Teile des Decks rausstemmen. An dieser Stelle kam bei mir leichter Blutstau und Wut auf. Was hatte der Gutachter denn eigentlich geprüft. Blöder Affe (sorry, aber das muss)

Als ich die Backkiste entrottet hatte kam der Winter. Wir leben an Bord und unser Haus hat keine Rückwand. Ich bin begeistert. Der Schnee für den Weihnachtsbaum kann also von draußen ungehindert auf dem Baum. In der Not haben wir Stellwände mit Klebeband, Styropor, dicke Planen, wieder Kleber ….. aufgetragen und das riesen Loch verschlossen. So konnten wie den Winter aushalten, bis denn auch die Heizung Ihren Geist aufgab, Aber das ist eine andere Geschichte….

Nach 2 Jahren kommen die Arbeiten auf die Zielgerade. Wir hatten zwischendurch schon Segelfertig erreicht. Aber dann haben wir aufgrund der Coronakrise weiter gearbeitet.

Mein Blut hat Eldon’s Planken getränkt! Über die Herausforderungen bin ich inzwischen ein recht guter Handwerker geworden, der auch größere Projekte an Bord lösen kann. Viele Arbeitsschritte mußte ich erst erarbeiten. Mir fehlen natürlich große Maschinen an Bord und auch der Platz. Es mußten Lösungen her. Es gab immer eine – und so kann ich jetzt sagen, das jedes Stück Holz, jede Schraube, jede Leiste, Farbe, Kabel …. von mir erstellt wurden – macht auch ein bisschen stolz.. 🙂

Ich glaube Julia ist nervlich mit dem Boot verbunden. Sie hat stets tapfer durchgehalten und mir diese Arbeit erst ermöglicht!

Ich habe hier eine sehr große Galerie in den Beitrag eingebunden, die Bilder sind auch kommentiert. Schaut sie Euch an – und laßt einmal einen Kommentar.

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Überlebt

Gestern hatte ich wohl einen Schutzengel!

Mein Ziel: Ich wollte in Hartholzbohlen Nut und Feder fräsen. Mit der Oberfräse. Dazu hatte ich spezielle Fräser für die Oberfräse gekauft. Gesagt, getan, Ich hatte meinen Arbeitsplatz vorbereitet (Bearbeitungsfläche auf dem Vordeck). Die Anschlagleiste war platziert und es hätte losgehen können.

Ein Gefühl beschleicht mich in diesem Moment und ich nehme ein Holzbrett als Schutz für meine Beine vor meinen Körper. Ich muß unter der Plane an Bord stets auf Knien arbeiten.

Gott sei Dank habe ich das gemacht:

Der Fräser startet, schneidet bei voller Geschwindigkeit in das Holz. Plötzlich bockt er und schlägt aus. Ich kann die Maschine gerade noch festhalten. Der Fräser schlägt in das „Schutzbrett“ vor meinen Beinen ein und kommt zum stehen. Einen Zentimeter vor meiner Aorta im Oberschenkel! Ich fasse es nicht.

In diesem Augenblick konnte ich die Maschine mit beiden Händen nicht mehr kontrollieren. Die Geschwindigkeit des Fräsers ist derart hoch, das man nur versuchen kann gegen zu halten. Aber alles geht sehr schnell.

Einen Schock habe ich nicht bekommen. Aber schon ganz blöd drein’geschaut, denke ich. Dieser Fräser hätte mich fast das Leben kosten können.

Was war geschehen? Ich weiß nicht, warum der Fräser gebockt hat, vielleicht eine härtere Stelle im Holz. Fakt ist aber, das er ein großes Stück aus der Holzbohle herausgerissen hat und der Schaft des Fräser dabei komplett verbogen ist und anschließend nur noch unrund weiter getaumelt ist. Bei der drehenden Masse keine Chance, diese Bewegung unter Kontrolle zu bekommen. Dafür geht es zu schnell.

WHOU!

Das war mir eine Lehre: mit solchen Arbeiten gehe ich nur noch zu einer Schreinerei uns lasse es dort auf den großen Maschinen ausführen! Schaut Euch die Bilder an. Irre. Der 8mm Schaft wie ein Spaghetti verbogen. Ist das Qualität aus China?

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Arbeiten mit Vorfreuden

Der Winter vergeht mit der Coronakrise, aber dennoch – etwas Arbeit ist möglich, wenn auch nur begrenzt. Unswer Winschen sind die erste Bestückung ELDON’s. Nach all den Jahren sehen sie entsprechend aus: kein Chrom mehr, die Bronze darunter schon grün oxidiert, Die Deckel ankorodiert und alles sieht nach einem jämmerlichen Zustand aus.

SIEHT? Nöööö

SAH!!!

Unsere Winschen sind alle wieder auf neuwertig bearbeitet. Ringsherum technisch aufgefrischt und die Oberflächen wieder wie neu: Praktisch alle Korrosionsspuren sind beseitigt und die 100%- ige Funktion wieder hergestellt. Die Winschen strahlen – hui, das macht Spaß.

Fast 45 Jahre haben sie ohne wirklichen Schaden überstanden. Nun sind sie wieder absolut neuwertig und mit einer richtig satten Schicht Chrom fitt für das nächste halbe Jahrhundert.

Das macht richtig Spaß!

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Pause

Oder soll ich sagen: Totale Stille?

Die Corona – Ansteckungen und Erkrankungen in Deutschland nehmen immer weiter zu. All die Meldungen aus Italien und Spanien sind schlimm und machen traurig. Aber mich irritieren auch die teils absurden Streitereien in den Internetforen über das „Was ist möglich“ “ Was darf man, was nicht“ De‘ Leut sind verunsichert und als Ergebnisentlassen sie Ihren Druck über das Internetventil.

Aber mal ganz ehrlich: Hättet Ihr gedacht, das unsere Nation als wichtigstes Mittel einer für Menschen teils lebensbedrohlichen Situation die Deutschen als einzige Nation Klopapier als das wichtigste Mittel der Wahl ansehen? Ich möchte im Boden versinken! Ich kann es nicht fassen! Man Leute, was ist mir unserer Nation geschehen?

Ich will das gar nicht weiter ausbreiten. Ich finde es schrecklich, schrecklich peinlich, wie wenig Probleme wir haben…

Bei uns geht die Arbeit weiter. Ich baue am Schiff, rüste aus/ auf und verbringe die Tage einsam mit Arbeit. Julia kam nach einigen Wochen aus dem Ausland zurück und mußte erst einmal amtlich in die Quarantäne. 2 Wochen Füße hoch, auf der Tapete Muster zählen. Oha….
Aber es ist nichts geschehen. Also ist sie wohl „Clean“ – Damit bin ich wohl auch gleich überprüft sauber. Gottseidank!

In der Woche kann ich am Schiff arbeiten. An Wochenenden komme ich nicht dorthin . Die Gemeinde schließt alle Zufahrtswege großrämig.

Nun heißt es abwarten bis diese schlimme Zeit vorüber ist. Ich persönlich glaube ja, das es noch deutlich länger dauern wird als die prognostizierten Wochen bis zum 18.04. Wir werden es sehen.

Auf unsere Törns wird sich das auch auswirken. Wir überlegen nun auch, was wir machen werden, was noch möglich ist. Ich werde es berichten.

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Training auf dem Ijsselmeer

Wir haben eine gute Zeit an Bord. Unsere Gäste Arnold und Martin fühlen sich wohl und trainieren sich in die Saison. Die Mannöver laufen immer geschmeidiger und runder, der Spaß ist da und alle fühlen sich wohl an Bord.

Wir hatten uns entschieden, wieder zurück zum Ijsselmeer zu fahren und dort Mannövertraining zu machen. Das war eine gute Entscheidung.

Nun habe wir in alle Richtungen Platz. Es sind kaum Boote auf dem Wasser und wir können den Kiel so richtig schön in alle Rchtungen durch das Wasser ziehen. Herrlich.

Am folgenden Tag kommt auch der Wind zurück und wir haben zwischen 4 und manchmal 5 Windstärken aus SW (woher auch sonst 🙂 )

Segeln auf der Kante, Mannöverkreise und Boje- über Bordmannöver in allen Variationen beherrschen unser Sein. Jeder findert sich wieder auf dem Wasser ein und die rostigen Gelenke kommen in Schwung. Wunnebar!

Aber ganz ehrlich: das Thema Corona stört schlicht. Jeden Tag Gespräche und Diskussionen: Wie geht es weiter? Können wir den Törn zu Ende fahren? Sollen wir den Törn zu Ende fahren? was ist mit den Folgetörns? Ausfall, Oder doch?

Keine weiß Nix. Das ist eine besch… Situation.

Dann sagt unsere Bundeskanzelerin etwas in einer Rede und die Marschrichtung deutet darauf hin, das bald Schluß ist mit dem Segeln. Ganz ehrlich: Es ist schon fast egal, wie es weiter geht, Hauptsache wir finden den Weg, den wir gehen müssen. Wir brauchen Tatsachen, keine Vermutungen und Gedanken. Das zermürbt.

Inzwischen können wir nirgens mehr hingehen. Alles geschlossen – bitte Abstand halten – Hier nicht…. Nee, so macht das keinen Spaß!

Wir verbringen unseren letzten Tag an Bord mit der Stimmungsmischung aus: Freude, hier zu sein, und dem Bangen, was zu Hause gerade geschieht. Es kommen Nachrichten: „…unsere Firma macht nun auch Kurzarbeit und schließt Werke…“ Die Stimmung rutscht etwas in Richtung angespannt. Die Handys laufen heiß, um Nachrichten zu bekommen. Was macht die Börse? Wer stürzt ab? Welche Firmen schießen.? und so weiter.

Es wird Zeit nach Hause zu kommen und das Geschehen in die Hand zu nehmen!

Für uns heißt es erst einmal Pause bis 18.04. Ab nach Hause und Hoffen – mehr bleibt nicht – außer einem schönen Gefühl des ersten Törns!

Danke Euch Arnold, Martin & Martin für den schönen Törn! Wir sehen uns – da draußen!

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Saisonstart: Schwerwettertörn

Vor ein paar Tagen startete meine Saison mit Schwerwettertörns auf der Nordsee, dem Ijsselmeer und dem Wattenmeer. Endlich wieder frische Luft, Segel und Wellen. Ich habe mich riesig darauf gefreut!

Leider vermaledeit und ein böser kleiner Kerl die Tour: CORVID-19 heißt der böse Bruder. Kein Tag vergeht, andem wir nicht die Nachrichten schauen, den Fortschritt und die Einschnitte. Nennt man das nun CORVID- Stimmung an Bord? Darauf hätten wir gut verzichten können.

Dennoch: Zum Start des ersten Schwerwettertörns läßt der Wind leider etwas nach, aber die Prognose zeigt, das er zurück kommt. Das ist vielleicht nicht schlecht. Mit einer Crew, die sich nicht kennt direkt bei 8 Windstärken den Hafen verlassen ist auch nicht der Wunsch aller Segler.

So können wir in Ruhe bei „lauem Lüft’chen“, aber kalt, die leere Marina in Stavoren verlassen Richtung Makkum und Schleuse verlassen. Der erste Tag vergeht mit den ersten steifen Segelmanövern gut und endet in Makkum in eienr ebenfalls leeren Marina. Es ist früh im Jahr und es sind keine Yachten unterwegs. Gottseidank haben die Restaurants und einige Kneipen geöffnet, in denen wir uns aufwärmen können und etwas zu essen bekommen.

Am Folgetag gehen wir durch die Lorentzsluize (Kornwerderzand) raus auf das Wattermeer und fändeln uns bei gutem NW RIchtung Harlingen in die Fahrrinne ein.

Heute haben wir wirklich gute Wetter für den Schwerwettertörn. Es bläst immer stärker, später in Böen bis 8 und wir kämpfen uns gegen den Wind Richtung Terschelling. Mit 2 Meter Tiefgang fahren wir die Rinnen entlang und versuchen nicht über die Berge zu flutschen. Wir sind keine Schlickreiter, sondern Segler!

Gut gelüftet und froh über das passende Wetter erreichen wir Terschelling. Wieder ein leerer Hafen – man kann sagen, nur unsere Flotte belebt das sonst karge Bild der leeren Stege. Aber das Schlimmste kommt noch: Am Abend erfahren wir, das Holland alle Restaurants schließt und wir somit keine Chance haben, außerhalb unserer kleinen Welt etwas zu erleben zu können: Wir zerren die Töpfe aus dem Schränken und das große Schnibbeln und kochen beginnt.

Morgen wird der Wind für Tage rückdrehen auf SW und einschlafen. Wir entscheiden uns, den Weg wieder zurück zum Ijsselmeer zu nehmen, da wir dort mehr Möglichkeiten haben das Training fortzusetzen. Auf der Nordsee würde er und nur ein laues Lüftchen stets auf die Nase wehen, was motoren bedeuten würde. Schitt, aber zum Trainieren für unsere Gäste die Bessere Entscheidung.