Wenn früher die Frage: „wird das Boot ordentlich sein und zum rechten Zeitpunkt zur Verfügung stehen“ im Vordergrund standen, dann hat sich dieses Jahr wohl vieles verändert. Nach dem Lockdown im Frühjahr hatte sich die Situation entspannt und wir hatten alle wohl das Gefühl, das Corona bald als Andenken in den Erinnerungen verschwindet. Aber da haben wir wohl die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Kaum das der Sommer mit seiner Urlaubszeit dahin rafft meldet sich pünktlich zur Erkältungssaison dieses kleine Scheißerchen zurück, das wir hasserfüllt Corvid 19 getauft haben. Blöder Name – blöder Virus. total Überflüssig.

Aber wir müssen mit ihm leben – und hoffentlich ist er bald auf und davon.

Da ich dieses Jahr die große Tour zum Nordkap Corona bedingt absagen musste, fahre ich ja seit Ende des Lockdowns in der Ausbildung für Segelschulen und bilde SKS und SSS mit anschließender Prüfung aus während ich ELDON ordentlich überarbeite.

Das ist derzeit auch ein Tretmienenfeld: jede Woche kommen neue Meldungen zu Corona und niemand weiß, ob einen Tag später der Törn noch im gleichen Gebiet beendet werden kann. Mich hat es nun auch erwischt: Nein, nicht mit Corona, aber mit den Auswirkungen:

Wie des Öfteren waren wir mit einem Törn in den Niederländischen Nordseegewässern um Nordholland unterwegs. Der Törn kam dem Ende nahe, da wurde im letzten Augenblick Nordholland zum Risiko gebiet erklärt. Zwei Tage später hat mein Sohn Kommunion, aus dem Frühling in den Herbst verlegt.

Ich habe mich mit dem Gedanken, ohne Überprüfung eine Familienfeier zu besuchen, bei der auch ältere Menschen anwesend sind (meine Ma mit über 80) nicht wohl gefühlt und habe zu Hause einen Test angestrebt – schnell und gut. Und dann zur Feier… So mein Wille.

Was ist geschehen: das Gesundheitsamt teilt mir mit, das ich in Quarantäne bleiben muss. der Arzt teilt mir mit, das es keinen verlässlichen sofortigen Test gibt und das erst nach dem Wochenende getestet werden kann. SUPER!!!! Papa nimmt an der Kommunion seines Sohnes nicht teil, ist nun amtlich weggesperrt. Ich musste zu Hause sitzen, während einer meiner Liebsten ein wichtiges Ereignis hat. Das hat mich deutlich in den Keller gezogen und sehr sehr traurig gemacht. Naja – es ist überstanden, wir alle haben die Situation verdaut und ich fühle mich heute wieder gut, wenn ich meinen Jungen lachen sehe.

Isser net knuffisch?

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