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Gedanken zur Sicherheit an Bord: die Rettungsweste

Neben all der Freude an Bord schaue ich immer wieder auf das Thema Sicherheit. Wir alle – ich eingeschlossen- sehen nur zu gerne die Freude, das Abenteuer und das Positive des nächsten Segeltörns.

Mal Hand auf’s Herz: beim nächsten Chartertörn kommt doch maximal die Frage “ habt Ihr Rettungswesten an Bord mit Gurt? ‚ oder muss ich etwas mitbringen? “ die Frage stellt sich eigentlich nicht weil immer Rettungswesten an Bord sind. Aber wir denken an das Gepäckgewicht.

Wer hat das letzte Mal gefragt, welche Rettungswesten mit welcher Ausstattung an Bord sind und sich die Frage gestellt: kann ich im Ernstfall damit überleben? Komme ich zurück an Bord ?

Ich habe für mich – auch aus bitterer Erfahrung – folgende Regeln für eine Rettungsweste auffestellt, die ich trGen möchte:

  1. Die Rettungsweste sollte nicht größer als die 150N- Klasse sein. Richtig- schwere Menschen werfen ggg. Nicht sicher gedreht (Ich gehöre dazu). Aber mit einer riesigen >=280N Weste kommt man eh nicht an Bord. Versucht einmal mit einem Riesen Ballon vor dem Bauch eine Leiter hoch zu steigen. Geht nicht! Auch in der >=280N Klasse drehen manche Westen nicht sicher. Siehe Tests auf YouTube. Ja, vielleicht gehe ich damit das Risiko mit einer mangelnden Ohnmachtsabsicherung ein. Aber ich vertrete die Meinung, das bei einer Ohnmacht / Besinnungslosigkeit insgesamt so große Probleme auftreten, das dieses Problem dann nur eines von Vielen ist.
  2. Spraycap. Für mich kommt nur eine Weste mit integrierter Spraycap in Frage. Alles andere ist auf See Selbstmord. Schaut Euch unten die Bilder von der Sicherheitsausbildung an. Ich denke, die sprechen für sich. Du wirst schlicht überspült. Das mag ein, zwei mal funktionieren. Irgendwann kannst Du den Rhythmus nicht mehr folgen und atmest im falschen Moment. Dann ertrinkst Du – trotz und mit Weste
  3. D-Ring, Beingurt, Pfeife, Hilfs- aufblaserüssel, sichere Selbstauslösung: ich denke, das ist obligatorisch. ABER Vorsicht: manchen Rettungswesten haben keinen D-Ring! Der D-Ring ist er Edelstahlring vorne an den Leinen, in den Du eine Rettungsleine einpicken kannst. Ich habe selber noch Rettungswesten an Bord, die keinen D-Ring haben. Wie willst Du mit Leinenhilfe an Bord kommen, wenn Du nichts zum einpicken hast?
  4. Jetzt geht es noch einen Schritt nach vorne: Wir lernen alle, das derjenige, der zuerst sieht, das ein Crewmitglied über Bord geht, schreien soll und mit dem ausgestreckten Arm auf den POB (Person over Board) zeigen soll. Was aber, wenn die Wellenhöhe das gar nicht zulässt? Nach einigen Metern Entfernung wirst Du schon bei moderater See den POB nur noch dann und wann auf dem Wellenberg sehen. Ansonsten ist er schlicht aus der Sicht. Ein Signal zum nächsten Satelliten ist recht schön, aber es hat doch etwas, wenn Du direkt an Bord sehen kannst, wo der POB ist. Nämlich mit AIS! Besser geht es doch gar nicht. Ich halte ein kleinen persönliches AIS für absolut wichtig. So kannst Du nicht verloren gehen. Das ist unmöglich! ALSO: AIS- Sender muss sein!
  5. Lifebelt: Ein Sicherungsgurt verhindert ein über Bord gehen sicher: Bist Du angeleint, kannst Du nicht weg – ganz einfach. Aber: probiere mal aus, ob Dich Deine Lifebelt auf der nächsten Yacht auch sicher schützt! Oder fällst Du angekettet doch über Bord und hängst dann an der Leine außenbords am Rumpf? Ein Lifebelt sollte zwei Punkte zum einpicken haben und flexibel sein, moderne gesicherte Karabiner haben und in Verbindung mit dem Punkt zum Einpicken (Strecktaue..) Dich sicher an Bord halten.

Bei uns an Bord gibt es nur Rettungswesten mit all den Funktionen, wie ich sie beschrieben habe. Ich halte das für sehr sicher, zweckmäßig und für gute Seemannschaft. Im Zweifel geht die Sicherheit vor!

Schau Dir mal die Bilder an. Eine Person wird locker von kleinen Wellen überspült und hat dann keine wirkliche Überlebenschance! Mit den beschriebenen Sicherheitseinrichtungen ist eine Situation wie auf den Bildern dokumentiert beherrschbar!

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Überführung WHY NOT

Das ich die Überführung von „WHY NOT“ übernommen hatte war dem Unfall eines Kollegen – Stefan – geschuldet. Er war bei der ÜBerführung von WHY NOT böse gestürzt und er suchte einen Skipper der einspringt.

So habe ich WHY NOT und ihren Eigner Thomas kennen gelernt und wir haben gemeinsam die 2. Etappe der Überführung von Cuxhaven nach Bremen gemeistert. Eine kurze Überführung. Aber wir hatten 2 schöne Nordseetage: Regen, Sonne, Wind, Flaute, Regen Sonne, Wind Flaute… 🙂

Die Weser hoch nach Bremen war es dann am 2. Tag ruhig. Teilweise konnten wir noch segeln. Aber das Fahrwasser der Weser gibt nicht viel Spielraum. Also ist nach jeder Kurve das Segeln auch sehr schnell unterbrochen.

Am Ende: ein glücklicher Eigner „zu Hause“ in Bremen!

Danke Thomas für die zwei schönen Segeltage und viel Erfolg mit Deinem neuen Segler!

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Resumee unseres Segeltörn Amsterdam nach Lissabon

Die Reise ist zu Ende – Zeit für ein Resumee und Rückblick. Zuerst einmal unsere Leistungen:

  1. Segeleistungen:
  • Etappe 1: Amsterdam – Calais querab (kurzer Zwischenstopp Ijmuiden 163 sm, 25h 2m, max 9,4kn, ø5,7kn,
  • Etappe 2: Calais querab – Alderney querab 174,5 sm, 1D4h, max 10,6 kns ø 6,2 kn
  • Etappe 3: Alderney querab – A Coruna 475,4 sm, 2d14h, max 15kn, ø7,9kn,
  • Etappe 4: A Coruna – Porto Muros: 119,1 sm, 2d16h, max 11.8 kn, ø1,8kn
  • Etappe 5: Porto Muros – Leixóes: 120,7 sm, max 10,6kn, ø2,7kn, 1d21h
  • Etappe 6: Leixóes – Nazare 105 sm max 11,7kn, ø3,7kn,
  • Etappe 7: Nazare – Oeiras 85 sm max 11.7, ø 3,7kn Etappe 6+7: 2d3h)

In Summe haben wir in 14 Tagen 1242 sm zurückgelegt und damit eine Messlatte definiert, das es zu toppen gilt! größtes Etmal waren 220sm. (!!!!!) „Nur fliechen ist schöner“ 🙂

Wieviel Seemeilen davon motort wurden ? Was soll die Frage, wozu der Tiefschlag? He? Allet ‚jesegelt, ist doch wohl klar, wa! 🙂 Im Ernst: Auch bei uns hat der Motor keinen Rost angesetzt. In Zeiten von Flauten mußten wir von hinten schieben.

ABER: die besten Segelleistungen und Etmale haben wir ausschließlich segelnd verbracht!!! Nur das zählt. Der beschleunigte Marsch zum nächsten Schnitzel ist da sicherlich akzeptabel.

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die letzten Törntage

Soll dieser Törn schon bald zu Ende gehen? Och mann, es wird gerade so schön. Wir sind aus Leixios ausgelaufen und haben wieder Kurs Süd aufgenommen. Endlich wird es wieder wärmer. Die Palmen zeugen von warmen Klima und nähren doch immer wieder dieses Feeling „Ich bin im Süden“. Was meinst Du? Ich mag das!

Wer die portugisische Küste hinunter rauscht kommt an einer Stadt nicht vorbei, die seit der Entdeckung des Marketings zu Ehren gekommen ist: Nazare. Die Schöpfung hat Nazare eine ordentlich Unterwasserfurche verpaßt und nun landen hier Wellen, die weiter draußen noch ganz friedlich sind und sich in Küstennähe zu wahren Monstern aufstauen. Berge sind das, Wellen – das ist die falsche Bezeichnung. Aber mit Denen ist es wie mit uns Menschen: im warmen Sommer haben die auch keine Lust. Sie kommen erst mit dem Herbst und den Winter. Dann macht die Arbeit bei kühleren Temperaturen mehr Spaß und die Surfer müssen sich etwas ordentliches anziehen, wenn sie nicht frieren wollen. Ist ja auch besser, als wenn die Jungs immer nackisch‘ uff de‘ Foto wären, oder?

Während unseres Aufenthaltes sollen nach Prognose die ersten Wellen der Saison schon kommen. Der deutsche Guru der Surfbretter ist auch schon da und wartet auf die ersten Trainingseinheiten. Die höchsten Wellen der Welt sollen hier zu stande kommen. Bei der Anfahrt mit dem Boot kann man das hören. Es ist ein stetes lautes Grollen eines Ungeheuers in der Ferne. Man könnte fast Angst bekommen bei der Ansteuerung, wenn man nicht wüßte, das die Wellen um die Ecke sind und nicht hier am Hafen. Beeindruckend allemal!

Ein Teil von uns pilgert durch die Stadt zum Strand um die Wellen zu sehen. Aufzüge an Bergen helfen dabei, nicht zu weit laufen zu müssen. WHOU! Anbei ein paar Wellenbilder, nicht aus meiner Kamera. Wer hat sie eigentlich geschossen? Ich habe es vergessen.

Wir verlassen Nazare nach dem Abendessen mit vollen Bäuchen gegen 21 Uhr. Da war es wieder: Das Wetter und die Strömung und der Zeitdruck. Läßt einen nicht in Ruhe… Ich persönlich hätte nach dem Essen auch etwas Relaxen können bei einem schicken Verdauungsschläfchen zum Beispiel. Burger gab es; und Fleischspieße, Fritten und Cola, Bier, Wein. Aber halbherzig war es. Viele hatten schon gegessen und so haben wir Essen gefaßt, ohne Romantik, einfach essen.

Uns allen wird langsam klar: den nächsten Hafen verlassen wir mit dem Taxi. Schitt!

Am 28.09.2019 erreichen wir nach einer weiteren Nacht auf See und einem ruhigen Schlag kurz vor MIttag die Marina Oeiras vor Lissabon.

Ich wache auf und die Maschine brummelt. Aha – kein Wind. Blöd. Kurz vor Erreichen der Marina frischt es auf und wir bekommen noch einmal – für wenige Augenblicke – frischen Wind in die richtige Richtung. AAAHHHHH – doch noch eine Ehrenhafte Ankunft!

Wir werden erwartet, die Box ist frei „die Box ist da, wo die Möwe auf den Dalben sch… “ Wenige Meter später liegen wir sicher vertaut in der Box.

Schluß – Fini – Finish – Endegelände! Aus die Maus! Schluß jetz! Von hierab geht es mit 4 Rädern weiter. Schon ein blödes Gefühl!

Mensch Eddy, Du bekommst für uns alle frische Brötchen vom Hafenmeister. Wir müssen los, die Brötchen mußt Du alleine Essen! Bei kommt Neid auf! Aber das ist Dir gegönnt. Einen Tag ausspannen ohne die Verrückten um Dich herum. Tut auch gut!

Momente der Trennung mag ich nicht besonders. Ich hatte sehr viel Spaß mit einer tollen Crew und einem super Törn!

Danke Euch Allen für die gute Zeit: Eddy, Ute, Steffen, Christian, Marcin und Sven. Sie bleibt in sehr guter Erinnerung. Und, was sagt man in Seglers Kreisen:

Fair Wind, wir sehen uns da draußen!

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Portugisische Atlantikküste

Mal ganz ehrlich: Jeder schaut auf die Biskaya. Aber es gibt auch Wasser danach, Küste danach….

Und die portugisische Küste kann es in sich haben: Je nach Dünung können Häfen nicht angelaufen werden. Die offene Lage zum Atlantik sorgt dafür, das eine ordentliche See aus Westen anrollen kann – und dies auch tut. Locker auszureiten, aber kommt man in Nähe von Land, kann das schon ungemütlich werden. W

Wir hatten auch hier eine gute Zeit. Leider hat der Wind seine Kraft mit der Front der letzten Tage verausgabt und es weht nur noch mit SW2-3, See 2m (steht geschrieben). Jaja, ganz recht: SW! das bisschen Wind, das noch kommt hat auch noch die falsche Richtung.

Um 08:00 in Porto Muros abgelegt versuchen wir uns frei zu kreuzen. Aber der Wind schläft derart ein, das wir motoren müssen. Schade – wir hatten doch so schön gekämpft! 1021hPa ist immer noch ein Hoch. Aber mit 0,1hPas / 3 Stunden Änderung wird’s wohl erst einmal nicht mehr werden.

In Leixios (bitte frag mich nicht wie man das aussprechen soll) finden wir die erste größere Ansammlung an Seglern, die sich in Kürze zur ARC über den Atlantik in Las Palmas einfinden sollen. Das ist mal Fernfahrerfeeling für Segel 🙂 schön!

Eine spezielle Tiergattung macht sich in praktisch jedem Hafen breit: DER FIKALKARPFEN! Er lauert unter dem Rumpf einer Yacht und warten auf den begehrten Ausstoß an – ähäm.

Meine Theorie: er leidet unter zu starkem Sonneneinfluß und schwimmt daher im Schatten der Yachten um auf frisches Fleisch zu warten, das sich nicht einfinden wird, weil er ja nur Vegarosaurier ist. Ein armseliges Darsein si zwischen all den Antifoulings und Brötchen-/ Algenresten.

Wir suchen ein portugisisches Restaurant heim auf der Suche nach Getier und Wein. In einem kleinen Restaurant werden wir fündig und können während wir auf das Essen warten, den Mitarbeitern zuschauen, wie sie den Fisch auf dem Holzkohlengrill zu Tode schwitzen. Mh, das sieht lecker aus!

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Cap Finisterre

Ausruhen ist anders. Kaum haben wir unserem Biskaysrekord mit Essen und Wein in A Coruna gefröhnt müssen wir heute schon weiter. Um die Ecke rum, damit wir einen guten Start haben, an der portugisischen Küste entlang zu kommen. Auch hier gilt: das Wetter muss passen!

Abends am 21.09 gegen 20:30 laufen wir aus. Wir mögen es dunkel. Da sieht uns keiner. Oder besser: die Zeit passt ganz gut 🙂

Ziel ist Porto Muros.

WIr kommen aus der Bucht von A Coruna heraus und haben zunächst den Wind auf der Nase. Das soll sich ändern, sobald wir Richtung Süd abfallen können. Aber da macht uns das Cap Finisterre einen schönen Strich durch die Rechnung!

Rum um die Ecke wollen wir. Aber sobald wir Kurs Süd setzen wollen läßt das Kap den WInd einschlafen und wir kommen nicht mehr voran. Wir kreuzen, das sich die Balken biegen. Nix zu machen. 10 Stunden Abbeit praktisch keine Strecke,

Neue Taktik: Was kümmert mich der Wind, wenn ich auch einen Motor habe? Maschine an und los. Weg hier, wir haben nicht so viel Zeit. Ich habe die Zeit bis Porto Mures nicht aufgeschrieben. Wer schreibt schon gerne über Niederlagen, he ?

Irgendwann kommen wir auch dort an. und es ist schön dort in Porto Mures! Wir finden einen geschützen Liegeplatz, der uns vor dem herannahendem Wetter schützt. Hier liegen wir einen Tag fest, bis die Front durch ist, die angekündigt wurde.

Der 22.09. ist Ruhetag. viel Wind, Regen. olles Schittwetter bringt uns die Front. Wir haben Zeit zum Duschen, essen Kochen, Essen gehen, im Dorf herumlaufen und all solche Sachen.

Abends gehen wir in das nächste Restaurant nahebei. WHOU – nette Menschen, leckeres Essen. Von Fisch über Fleisch bis Pizza. Alles lecker! Visitenkarte bei den Fotos. Wer hier in den Hafen kommt, muss dort unbedingt essen gehen!!!!!

Ah – by the way: noch immer keinen eigenen Fisch gefangen. Diese Schmach lastet auf unseren Schultern 🙂

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Biskaya

Die Tage gleiten dahin. Ich glaube, das kann man sagen. Alle werden etwas lurig, gemütlich, gelassen und lassen sich auf das Bordleben ein.

Was heißt das eigentlich: „Bordleben?“ Kurz gesagt: Aufstehen, wenn muss, essen wenn nötig, quatschen wenn dringlich, und seiner Pflicht nachkommen. Den Rest des Tages denkt man sich sich irgendeinen Unsinn aus, um sich den Törn zu versüßen. Musik, lesen, zum Hundersten Mal WIndy auf das Wetter kontrollieren. Komisch, der Barograph verändert sich auch nicht, je öfter ich darauf schaue.

Und das machen wir alle. Alle? Nicht ganz!

Unser Skipper Eddy schläft im Salon – bei Eiseskälte – und wacht über unsere Aktivitäten. 24 Stunden rund um die Uhr. Wie sagt man: 24/7! Ich glaube Eddy ist ganz froh, als er feststellt, das wir alle recht gut zurecht kommen, ungefähr wissen, wo vorne ist und das „Vorne“ hinmuss. Da kann auch er einmal eine Stunde Schlaf nehmen – sogar mit Bettdecke. Danke Eddy, für all den Einsatz!

Hups, ich hätte fast das nautische vergessen:

18.09
08:00 In der Nacht kam der Wind: N30-35kn, See 1.5 m und wir seglen. 1027hPa wir sind auf der Biskaya!
alternativ einmal Wetter vom DWD: NE-E 5-6 2,5m; morgen: E4-5, 15m

Es läuft so gut, das ich glatt einen Tag vergesse, das Logbuch zu füllen und verantwortlungsvoll Wetter, Luftdruck, usw… aufzunehmen. Die Prognose istg sehr stabil – bei viel Wind, aber stabil! Und es sieht ganz danach aus, das wir auf der Biskaya den WInd von hinten haben. Superb!

Die gesamte Strecke über die Biskaya haben wir Wind von hinten und rauschen bei kräftigem Wind 25-35kn.

Hier einmal eine Kritik von meiner Seite: Ich soll ständig Kurs halten, nicht nach Trinidad schielen und das Schiff auf seinen Kurs zwingen. Ich habe völliges Verbot Kurs Karibik zu setzen. Mh, ok. Aber ich lass RUBIN etwas Luft zum Atmen. Uns siehe da: wir rauschen mit bis zu 15 kn über das Parkett. WHOU. Einfach unglaublich. Ich erreiche Bestnoten auf der Logge.

zwei Tage später (20.09):
07:15 Wind schläft ein wir müssen die Maschine starten. Wir sind 35sm vor A Coruna. Die See wird glatt, ölig und leichter Nebel kommt auf. Kurs 170. Irgendwo da soll Land sein. Wir versuchen es mal.

09:47 POS 43°48,45′, 008°28,460′

So, nu hörst Du einmal ganz gut zu – stör mich nicht, hör zu: 464 sm in 2 Tagen und 10 Stunden. He, ist das ‚was?
Ich denke wir können stolz sein. Wir haben konzentriert gearbeitet und es war anstrengend. Aber wir haben einen guten Rekord hingelegt, denke ich!

Kurze Zeit später liegen wir in A Coruna neben der AIDA. Oder liegt sie neben uns? Egal. wir sind da!

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Tag 2, 3 und 4 Calais, Dover

Mal ganz ehrlich: Ist es nicht klasse, wenn man einen Törnbericht starten kann mit „Morgens aufstehen und Kaffee kochen. gegen 11 Uhr die Leinen los und den Hafen Irgendwo verlassen,….“ ? das ist so schön einfach. Ist man dauernd unterwegs, versucht man auf allen Vieren den Weg zur Naviecke zu schaffen um sich einen Überblick über das stark schwankende Display des Kartenplotters zu verschaffen. Total andere Situation, gell ? Und in einem Ort sind wir auch nicht. Immer noch auf See- so wie gestern und, und vorgestern auch schon.

Nachdem jeder in den ersten 48 Stunden der Versuchung unterlag, den ganzen Tag wach zu bleiben um sich dann die Nacht um die Ohren zu schlagen, ändert sich die Haltung schlagartig am 2. Tag: Das „ich bin so hart wie die Anderen“ wandelt sich in „Iss‘ ma wurscht, Ich brauch‘ Schlaf“. Und schon am 3. Tag auf See haben wir wieder Normalzustand: „Wenn Alles schläft und zweie Wachen, läßt’s der Herrgott wieder krache‘ 🙂

Wer auch immer diese Crew zusammengestellt hat: Eddy (Skipper), Steffen, Marcin, Ute, Christian, Sven- ah und ich (Bernd): das Team funktioniert! Die Aufgaben sind freiwillig, total harmonisch in einander übergehend selbstständig geregelt und verteilt. Ich danke dem Herrgott für diese Freude! Nein: Ich danke Euch, liebe Kollegen, die wir gemeinsam das Wasser mit dem Schiff teilen!

Kaum haben wir am . Calasis gegen Mittag querab bunkern wir schon die zweite Mahzeit. Es wird gekocht, geputzt, verputzt, gefröhnt und alle :fühlen sich wohl. So erreichen wir gegen Pos 50°52,287′ N, 001°32,992°E bei leichtem Regen und Bewölkung. Alle freuen sich auf Geschnezelzes aus der Pfanne. Maschine, Groß, Genua, allr arbeiten für unseren Erfolg!

In der Nacht darauf (16. auf 17. können wir segeln, leider bei wenig Wind. 2-3 auf Nord drehend. Wir entscheiden uns, den Wachplan stets um eine Schichthälfte (2 Stunden), sodass jeder in den Genuß der aufgehenden Sonne kommt.

Gegen 05:30 können wir den Motor nicht mehr hören und schalten ihn ab. Der Wind mit später N4 soll reicht.

10 Uhr Frühstück für alle (es wird immer später, mh 🙂 10:44 Pos 50°04,309N, 000°44,936W COG 224.

Abends wieder Macshine an: Cherbourg liegt querab (3018,9h)

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Tag 1 Amsterdam

Gestern war Anreise – ich möchte mich jeden Kommentares bezüglich der Bahn enthalten. Keine Fahrt ohne Probleme… Also kam ich über 3 Stunden später als geplant auf Rubin an. Der restliche Crew war schon an Bord.

Dann ging alles fix: die eine Hälfte geht einkaufen, die Anderen organisieren sich unter Deck, wie ich auch erst einen Schlafplatz finden mußte. Mein Reich wird das Torpedorohr an der Steuerbordseite. Drehen iss‘ nich‘. Nur reinschießen und liegen bleiben 🙂

Schon jetzt wird eines deutlich: DIe Crew ist super, der Skipper spitze und ich fühle mich wohl. Das entschädigt für die besch… Bahnanreise!

Heute geht es los. Angesichts der vielen Seemeilen, der fortgeschrittenen Jahreszeit und der Wetterprognose, die aus dem Himmel brüllt: „JETZT ODER NIE“ steht nach kurzer Strategieplanung der Törn: Hau‘ die Meilen wech‘, was das Zeug hält. Bloß nicht anhalten. Müssen wir stoppen, erwischen wir das Wetterfenster nicht. Und lange warten bei einem 6 Tagetörn ist auch nicht wirklich drin.

Wir legen ab, von unserem Liegeplatz in der „Amsterdam Marina“ und starten auf den, ach ja: Nordzeekanal Richtung Ijmuiden, Dort müssen wir noch tanken, das Schiff, DIesel, versteht sich.

Ein Blick nach oben: Wind W4, See 0,7m und 1030hPa. Töfte. Wie man das ermittelt? Finger anlecken und ab in die Luft. Der Rest in reine Intuition. Alternativ kann man auch die Instrumente ablesen und Windy fragen. Aber mal ehrlich: ist das nicht unromantisch?

09:50 verlassen wir den Hafen und um 11:47 melden wir der Schleuse Ijmuiden unser Begehren zur Ausfahrt. Ich mag diese Schleuse: Wenn das Tor zur Se öffnet, ist es wie eine Befreiung: ‚raus dem Knast, rein in die Weite und die See.

Noch schnell einen Falschparker vor der Zapfsäule in der Marina Ijmuiden verscheucht bunkern wir uns voll mit Diesel und Starten unseren Wettlauf mit dem Wetter gegen 13:00 Uhr. Hups, war da nicht gerade eine Seenotretter neben uns aus dem Boot gefallen?

Unser Plan: nicht Anhalten, bevor man Spanisch spricht, dann südlich weiter bis man etwas Anderes spricht 🙂

Für die Seeleut‘ unna uns:

09:40 Maschine an
11:47 Schleuse Ijmuiden
12:43 Diesel gebunkert uns los
14:00 Wind schläft ein (war der eigentlich schon wach?- mh)
19:30 Maschine an
19:40 Navigationslichter eingeschaltet
19:40 passieren grüne Tonne TSZ Maas Entrance
Wachplan startet ab 20:00, Wache: je 4 Stunden, 2 Mann an Deck um 2 Stunden versetzt. bis morgens um 06:00