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Manchmal bin ich fassungslos

Soll ich immer nur die schönen Dinge berichten, nur Bilder von Segeltagen bringen – oder auch immer wieder einmal einstreuen, was vielleicht nicht ganz zur Seefahrer Romantik paßt? Ich schreibe über alles. Ich denke die negativen Dinge sind auch interessant.

Hier ein Beispiel aus der Bordelektrik: Vor Jahren muss die Bb – Navigationsbeleuchtung ausgefallen sein. Ich vermute schlicht durch Korrosion des Steckers. Der Stecker befindet sich im Doradelüftungskasten auf dem Ruderhaus, also nicht direkt frei zugänglich.

Die Lösung der damals Aktiven: Wir bohren ein Loch seitlich durch den Stecker und ziehen ein neues Kabel ein. Gemacht getan: das Loch wurde gebohrt, das Kabel ein gezogen und von oben etwas Dichtmittel draufgepanscht. Dazu wurde noch eine Schraube des alten Steckers ausgebohrt.

Ergebnis heute: Das ganz gammelt natürlich und heute finde ich ein Loch durch das Dach vom Ruderhaus – gott sein Dank nicht allzugroß: ca. ein 2 EUR Stück groß.

Um das in den Griff zu bekommen mußte ich die halbe Doradekiste zerstören (bei der Montage „damals“ wurden dann keine Dichtungen mehr eingesetzt, sondern einfach alles verklebt) und ich durfte alles rausreißen.

Total Irre, wie unprofessionell und stümperhaft das gemeistert wurde! Schaut Euch die Bilder des Elends an. Einfach nur eine peinliche Arbeit, die ich nun rückbauen darf und auch noch das Dach an der Stelle sanieren muss.

Liebe Yachthandwerker, Fummler und Werften, die Ihr nicht wisst, was Ihr tut: lasst doch bitte die Finger von Arbeiten, zu denen Ihr keine Lust habt – oder es nicht könnt! Schlimm…

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Klassisch oder modern?

Woran denkst Du, wenn Du an „die Seefahrt“ denkst? Welches Werkzeug kommt Dir zuerst in den Sinn ?

GPS – Gerät, Schraubenzieher, Kartenplotter, Zange

Oder ist es eher

Sextant, Marlspieker, Takeling

Für mich war der Inbegriff der Seefahrt stets die Tradition, seemännisches Werkzeug und althergebrachte Kultur (Den Glauben an Seeungeheuer lasse ich jetzt einmal beiseite 🙂 Das ist ja umstritten)

Vor einiger Zeit habe ich mich entschlossen, neben dem Klicken auf dem Touchpad eines Kartenplotters auch der Tradition der klasssichen Navigation zu frönen. Wir haben alles Bord für diese Art der Navigation: Peilscheibe, Schlepplogge – nein, keine Sonnenscheibe oder Knotenbrett. Aber eines fehlte noch: Für die hohe See gibt es da nur ein akzeptables Werkzeug: Den Sextanten. Für mich der Inbegriff der Seefahrt und der Navigation.

Nun können wir auch exakt mit einem Sextanten navigieren. Und wer Lust verspürt, kann dies an Bord auf See testen und erlernen. Das aktuelle Jahrbuch ist stets an Bord. Nach den Sternen schauen müsst Ihr selbst!