kurze Zeit nachdem wir auf Helgoland fest gemacht hatten lieft ein schwarzer Segler ein. Er kam zu uns als nächster im Päckchen. Ich sehe den Skipper und überlege krampfhaft: Den Mann kennst Du doch, die Frau kennst Du auch, aber woher? Dei Welt ist klein und dann viel es mir schlagartig wieder ein. Natürlich, das ist das Ehepaar Seifert von Shipshop.de aus Duisburg. Natürlich wird erst einmal geklönt. Ich freue mich sehr die beiden zu sehen. Als ich noch im Ruhrgebiet gelebt hatte, habe ich dort viel, nein, ausschließlich, eingekauft.

Wir verbringen den Tag gemütlich. Ich koche wieder, Enriko und Manfred gehen shoppen. Steuerfrei, das muss sein. Herr Seifert bringt mich von meiner Planung ab morgens ganz früh nach Vlieland auszulaufen. „Der Wind wird nachmittags besser…“ Recht hat er, aber uns läuft ein wenig die Zeit davon, wir müssen weiter.

Wir beraten uns, wie wir weiter machen wollen. Ich wollte morgen eigerntlich nach Borkum. Kein nennenswertes Urlaubsziel, aber ein guten Zwischenstop zum Übernachten.

Aber wir beschließen einen anderen Plan: Wir lassen Borkum Bb liegen und steuern sofort Vlieland an. So sparen wir einen Tag und kommen in den Genuß, einen Nacht durchfahren zu können. Ich zähle auf die Kampfbereitschaft der Mannschaft. So machen wir es!

Ein Nachteil: der Wind flaut immer weiter ab. Wir werden viel motoren müssen.

Wir legen nachmittags ab und verlassen Helgoland ohne ein weinendes Auge. Soooooo schön war es dann doch nicht. Es ist halt nur ein Felsen in der Nordsee…

Ich lege den Kurs so, das wir pflichtgemäß im 90°- Winkel die TSZ’s passieren. Ansonsten steuern wir gemütlich Richtung Vlieland in den Abend und die Nacht hinein. Für diese Überfahrt vererinbaren wir eine 4- Stunden- Schichtteilung: 4h am Steuer, 4h Standby, 4h schlafen. Das klappt ganz gut denke ich.

Meine Schicht ist eigentlich um 01:00 beendet. Manfred kommt ins Cockpitt. Aber er hat Probleme die Armaturen abzulesen. Für seine Augen ist es zu dunkel. Also hänge ich noch 4 Stunden hinten an und steuere bis 04:20. Enriko löst mich dann ab, Er hatte vor mir schon etliche Stunden gemacht und viele Stunden im Cockpit standby geschlafen. Das ist mal richtiges Reisen! 🙂

Heute morgen gegen 09:00 liegt Ameland querab. die ganz Nacht ruhig, Silbermond und angenehmes fahren.

Die Maschine läuft ruhig weiter und wir erreichen Vlieland in brütender Sonner um 15:40 und werden vom Hafenmeister (fährt mit Boot im Hafenbecken zur Einweisung, sehr nett) an einen Platz gewiesen. Wir liegen im Päckchen mit einem Segler. Schön. FEIERABEND! Das war eine lange,aber schönes Schicht.

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