Schon lange ist bekannt, wann wir ausziehen müssen. Wenn man sich entscheidet, das Land zu verlassen und auf See zu ziehen, ist das ein großer Schritt.

Ich freue mich darauf! Im gleichen Atemzug bin ich auch nervös. Was wird kommen ? wird alles gut gehen ? Entscheidung korrekt ?

Heute spielen diese Fragen keine Rolle mehr. Nach wochenlangem Aussortieren, verkaufen, wegschmeißen kommt heute nun der Entrümpeler und nimmt den Rest mit, für den es keine Verwendung mehr gibt. Ganz schön viel Rest.

Im Garten stapelt sich mein Leben-sortiert nach Plastik, Metall, Schrott, noch zu gebrauchen…

Die gut eintrainierte Mannschaft bereinigt ein Leben innerhalb von wenigen Stunden runter auf „besen rein“. So der Auftrag.

Und dann stehe ich in dem leeren Haus, schaue mich um und blicke aus dem Fenster auf das, was ich mir noch gelassen habe. Ein volles Auto und ein Hänger mit ‚was drauf. That’s it.

Whou – der Schluck muss erst noch hinunter.

Ich wollte es so. Ich mache kein großes Drama, keinen großen Abschied. Julia hat immer gesagt, das in diesem Haus ein guter Geist lebt, eine alte Dame, klein, Kleid, Mütze, warmherzig. SIe hat nachts auf die Kinder aufgepaßt.  Ich konnte sie nicht sehen, aber manches mal habe ich mich über Dinge gewundert, die geschahen. Anna hat sie auch gesehen. Wenn sie da war: „Mach’s gut Mütterchen“ Wir werden uns nicht wiedersehen.
Es war ein gutes zu Hause.

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