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Ein Rückblick auf die Sanierung des Ruderhauses

Schaut man zurück, so sind die Rückenschmerzen vergangen, die Wunden verheilt, die Seele wieder frei. Aber zu Beginn unseres Martyriums sah das noch ganz anders aus.

Mir schwelgen noch die Worte des Maklers und des Gutachters in den Ohren: you must change the Plywood left and right in the Cockpitt. But this is not so big deal“. Fachkundig hämmert er die Wand entlang und erklärt mir: alles gut.

Ich möchte keine Geld für diesen Berufsstand mehr ausgeben. Aber leider muss man das ja immer wieder.

Ich begann im Frühjahr 2018 mit der Sanierung der beiden Platten… Und dann kam Schlag auf Schlag das Dilemma mit der Rückseite des Ruderhauses. Schlussendlich stand fest: „hier kannst’e nix mehr retten – hol Bodo mit der Kettensäch..“

Die Monate vergingen und ein Bauteil nach dem Anderren flog vom Schiff: die Seitewände des Ruderhauses, die Rückwand des Rufderhauses, Teile des Daches des Ruderhauses, Elektrik, die im Weg lag, Fenster weg und und und….

Als ich in der Backkiste Stb ankam ging es so weiter und ich mußte Teile des Decks rausstemmen. An dieser Stelle kam bei mir leichter Blutstau und Wut auf. Was hatte der Gutachter denn eigentlich geprüft. Blöder Affe (sorry, aber das muss)

Als ich die Backkiste entrottet hatte kam der Winter. Wir leben an Bord und unser Haus hat keine Rückwand. Ich bin begeistert. Der Schnee für den Weihnachtsbaum kann also von draußen ungehindert auf dem Baum. In der Not haben wir Stellwände mit Klebeband, Styropor, dicke Planen, wieder Kleber ….. aufgetragen und das riesen Loch verschlossen. So konnten wie den Winter aushalten, bis denn auch die Heizung Ihren Geist aufgab, Aber das ist eine andere Geschichte….

Nach 2 Jahren kommen die Arbeiten auf die Zielgerade. Wir hatten zwischendurch schon Segelfertig erreicht. Aber dann haben wir aufgrund der Coronakrise weiter gearbeitet.

Mein Blut hat Eldon’s Planken getränkt! Über die Herausforderungen bin ich inzwischen ein recht guter Handwerker geworden, der auch größere Projekte an Bord lösen kann. Viele Arbeitsschritte mußte ich erst erarbeiten. Mir fehlen natürlich große Maschinen an Bord und auch der Platz. Es mußten Lösungen her. Es gab immer eine – und so kann ich jetzt sagen, das jedes Stück Holz, jede Schraube, jede Leiste, Farbe, Kabel …. von mir erstellt wurden – macht auch ein bisschen stolz.. 🙂

Ich glaube Julia ist nervlich mit dem Boot verbunden. Sie hat stets tapfer durchgehalten und mir diese Arbeit erst ermöglicht!

Ich habe hier eine sehr große Galerie in den Beitrag eingebunden, die Bilder sind auch kommentiert. Schaut sie Euch an – und laßt einmal einen Kommentar.