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Saisonstart: Schwerwettertörn

Vor ein paar Tagen startete meine Saison mit Schwerwettertörns auf der Nordsee, dem Ijsselmeer und dem Wattenmeer. Endlich wieder frische Luft, Segel und Wellen. Ich habe mich riesig darauf gefreut!

Leider vermaledeit und ein böser kleiner Kerl die Tour: CORVID-19 heißt der böse Bruder. Kein Tag vergeht, andem wir nicht die Nachrichten schauen, den Fortschritt und die Einschnitte. Nennt man das nun CORVID- Stimmung an Bord? Darauf hätten wir gut verzichten können.

Dennoch: Zum Start des ersten Schwerwettertörns läßt der Wind leider etwas nach, aber die Prognose zeigt, das er zurück kommt. Das ist vielleicht nicht schlecht. Mit einer Crew, die sich nicht kennt direkt bei 8 Windstärken den Hafen verlassen ist auch nicht der Wunsch aller Segler.

So können wir in Ruhe bei „lauem Lüft’chen“, aber kalt, die leere Marina in Stavoren verlassen Richtung Makkum und Schleuse verlassen. Der erste Tag vergeht mit den ersten steifen Segelmanövern gut und endet in Makkum in eienr ebenfalls leeren Marina. Es ist früh im Jahr und es sind keine Yachten unterwegs. Gottseidank haben die Restaurants und einige Kneipen geöffnet, in denen wir uns aufwärmen können und etwas zu essen bekommen.

Am Folgetag gehen wir durch die Lorentzsluize (Kornwerderzand) raus auf das Wattermeer und fändeln uns bei gutem NW RIchtung Harlingen in die Fahrrinne ein.

Heute haben wir wirklich gute Wetter für den Schwerwettertörn. Es bläst immer stärker, später in Böen bis 8 und wir kämpfen uns gegen den Wind Richtung Terschelling. Mit 2 Meter Tiefgang fahren wir die Rinnen entlang und versuchen nicht über die Berge zu flutschen. Wir sind keine Schlickreiter, sondern Segler!

Gut gelüftet und froh über das passende Wetter erreichen wir Terschelling. Wieder ein leerer Hafen – man kann sagen, nur unsere Flotte belebt das sonst karge Bild der leeren Stege. Aber das Schlimmste kommt noch: Am Abend erfahren wir, das Holland alle Restaurants schließt und wir somit keine Chance haben, außerhalb unserer kleinen Welt etwas zu erleben zu können: Wir zerren die Töpfe aus dem Schränken und das große Schnibbeln und kochen beginnt.

Morgen wird der Wind für Tage rückdrehen auf SW und einschlafen. Wir entscheiden uns, den Weg wieder zurück zum Ijsselmeer zu nehmen, da wir dort mehr Möglichkeiten haben das Training fortzusetzen. Auf der Nordsee würde er und nur ein laues Lüftchen stets auf die Nase wehen, was motoren bedeuten würde. Schitt, aber zum Trainieren für unsere Gäste die Bessere Entscheidung.