Meine Tasche ist gepackt. Blei drin? Ich kann sie kaum heben… Aber ich freue mich auf ein paar Segeltage und frische Luft.

Meine Zugverbindung nach Lübeck ist in 4 Abschnitte unterteilt. „Umsteigen“ nennt das die Bahn freundlich. Das erste Umsteigen ist schon wieder ein Abenteuer.. 70 Minuten hat der Zug in Oldenburg Verspätung. Hallo Bahn, ich mag Dich nicht besonders mit all den Verspätungen „…wegen technischer Probleme. Wir bitten um Entschuldigung..:“ DAS NERVT!!!!

Danach geht die Fahrt – versetzt um eine Stunde – nach Plan weiter und ich habe eine Chance, noch den vorletzten Zug nach Lübeck zu bekommen. Ein Taxifahrer schaut auf mein Handy um zu verstehen, wohin er mich bringen soll. Nach 20 Minuten bin ich dann auch schon in der Marina. und ich steige aus. Stockdunkel und ich muss mich zurück erinnern, wie die Marina aufgebaut ist.

Natürlich stehe ich auf der falschen Seite und muss samt Koffer die Marina wieder verlassen, einmal der Straße lang im großen Bogen ans andere Ende des Geländes. Zwischen den Hallen hindurch, vorbei an Booten, die liebevoll bearbeitet werden finde ich dann den Steg wieder.

Die Stege sind klasse: alles schwingt mit, die Metallbleche sind glatt und fühlen sich nicht gut an. Ja, ich erinnere mich wieder. Hier lag INDEPENDENCE.

„Wer da“ tönt es aus der Yacht vor meinem Ziel. Im Dunkeln lerne ich Manfred’s Freund kennen, der auf die Yacht aufpasst und mich schon erwartet.

Ich bin angekommen! Endlich.

Jetzt nur noch warten auf Manfred und seinen Sohn Enrico. Die beiden kommen erst später. Ich richte mich schon einmal ein und sacke kaputt im Cockpit auf die Bank

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