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Tag 1 Amsterdam

Gestern war Anreise – ich möchte mich jeden Kommentares bezüglich der Bahn enthalten. Keine Fahrt ohne Probleme… Also kam ich über 3 Stunden später als geplant auf Rubin an. Der restliche Crew war schon an Bord.

Dann ging alles fix: die eine Hälfte geht einkaufen, die Anderen organisieren sich unter Deck, wie ich auch erst einen Schlafplatz finden mußte. Mein Reich wird das Torpedorohr an der Steuerbordseite. Drehen iss‘ nich‘. Nur reinschießen und liegen bleiben 🙂

Schon jetzt wird eines deutlich: DIe Crew ist super, der Skipper spitze und ich fühle mich wohl. Das entschädigt für die besch… Bahnanreise!

Heute geht es los. Angesichts der vielen Seemeilen, der fortgeschrittenen Jahreszeit und der Wetterprognose, die aus dem Himmel brüllt: „JETZT ODER NIE“ steht nach kurzer Strategieplanung der Törn: Hau‘ die Meilen wech‘, was das Zeug hält. Bloß nicht anhalten. Müssen wir stoppen, erwischen wir das Wetterfenster nicht. Und lange warten bei einem 6 Tagetörn ist auch nicht wirklich drin.

Wir legen ab, von unserem Liegeplatz in der „Amsterdam Marina“ und starten auf den, ach ja: Nordzeekanal Richtung Ijmuiden, Dort müssen wir noch tanken, das Schiff, DIesel, versteht sich.

Ein Blick nach oben: Wind W4, See 0,7m und 1030hPa. Töfte. Wie man das ermittelt? Finger anlecken und ab in die Luft. Der Rest in reine Intuition. Alternativ kann man auch die Instrumente ablesen und Windy fragen. Aber mal ehrlich: ist das nicht unromantisch?

09:50 verlassen wir den Hafen und um 11:47 melden wir der Schleuse Ijmuiden unser Begehren zur Ausfahrt. Ich mag diese Schleuse: Wenn das Tor zur Se öffnet, ist es wie eine Befreiung: ‚raus dem Knast, rein in die Weite und die See.

Noch schnell einen Falschparker vor der Zapfsäule in der Marina Ijmuiden verscheucht bunkern wir uns voll mit Diesel und Starten unseren Wettlauf mit dem Wetter gegen 13:00 Uhr. Hups, war da nicht gerade eine Seenotretter neben uns aus dem Boot gefallen?

Unser Plan: nicht Anhalten, bevor man Spanisch spricht, dann südlich weiter bis man etwas Anderes spricht 🙂

Für die Seeleut‘ unna uns:

09:40 Maschine an
11:47 Schleuse Ijmuiden
12:43 Diesel gebunkert uns los
14:00 Wind schläft ein (war der eigentlich schon wach?- mh)
19:30 Maschine an
19:40 Navigationslichter eingeschaltet
19:40 passieren grüne Tonne TSZ Maas Entrance
Wachplan startet ab 20:00, Wache: je 4 Stunden, 2 Mann an Deck um 2 Stunden versetzt. bis morgens um 06:00